12.12.2013 11:35 |

"Nur ein Irrtum"

Nach Cobra-Einsatz im Bgld: Ehefrau angezeigt

"Alles nur ein Irrtum!" Das sagt jene Frau aus Nickelsdorf im Burgenland, die - wie berichtet - einen Cobra-Einsatz ausgelöst hatte. Sie hatte sich von ihrem Mann (34), der eine Waffe besitzt, bedroht gefühlt und war in die nahe gelegene Volksschule geflüchtet. Jetzt wurde auch die 42-Jährige angezeigt.

Gekriselt hatte es bereits, am Dienstag führte dann eine anonyme Anzeige gegen die Familie bei der Jugendwohlfahrt zum Streit zwischen den Eheleuten. "Mein Mann dachte, man will ihm die Kinder wegnehmen. Dabei waren die gemeinen Vorwürfe von den Behörden schon überprüft und als ungerechtfertigt erachtet worden", erklärt die Frau im "Krone"-Gespräch.

Dennoch folgte der Eklat. "Mein Mann schrie, er werde sich erschießen. Ich verstand aber 'dich' und nahm an, er meint mich", sagt nun die gebürtige Ungarin. Aus Angst war sie in die Schule zu ihrem ältesten Kind (6) geflohen und hatte die Polizei gerufen. Es kam zum Großeinsatz.

"Widersprüchliche Angaben"
Traurig sind nun die drei Töchter des Paares. Der Papa, der sich sehr um sie gekümmert hat, darf nicht heim. Über ihn wurde 14-tägiges Hausverbot verhängt. Wegen des Verdachts auf Verleumdung und der falschen Beweisaussage fasste die Frau eine Anzeige aus. "Der Staatsanwalt hat Erhebungen gegen das Opfer der Bedrohung angeordnet", erklärte Magdalena Wehofer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt. Grund dafür seien "widersprüchliche Angaben", die die Ehefrau gemacht habe.

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