Mi, 15. August 2018

Baby mit Stiefkind

09.12.2013 16:30

33-Jähriger gesteht Missbrauch und Vaterschaft

Jener 33-jährige Mann, dessen zwölfjährige Stieftochter zu Hause im Burgenland ein Kind von ihm zur Welt gebracht haben soll, zeigt sich laut seiner Verteidigerin Manuela-Anna Sumah-Vospernik geständig - und zwar sowohl zur Vaterschaft als auch zum sexuellen Missbrauch des Mädchens. Der Verdächtige befindet sich in U-Haft.

Das Ergebnis des Vaterschaftstests soll "morgen oder am Mittwoch" bei der Staatsanwaltschaft Eisenstadt eintreffen. "Es wird aber keine Überraschung geben", so Sumah-Vospernik am Montag. Wie so oft in diesen Fällen werde ein Sachverständigen-Gutachten "zur Gefährlichkeit" des Verdächtigen eingeholt, erläuterte sie.

Die Zwölfjährige hatte vor etwa einem Monat alleine zu Hause ein Kind geboren. Erst Tage später wurde sie mit ihrem Säugling ins Spital gebracht. Nach einiger Zeit im Krankenhaus konnten die junge Mutter und ihr Baby bei einer Pflegefamilie untergebracht werden. Die Mutter des Mädchens, die kurz nach der Geburt den 33-Jährigen geheiratet hatte, wurde angezeigt.

33-Jähriger in weiterem Fall bereits zu Haftstrafe verurteilt
Der Mann wurde am 22. November wegen zeitlich zurückliegender sexueller Übergriffe auf ein ebenfalls minderjähriges Mädchen rechtskräftig zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Wiener Oberlandesgericht verhängte über den 33-Jährigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses drei Jahre und acht Monate Haft.

Derzeit sitzt der Mann noch in U-Haft. Bevor er in Strafhaft übernommen werden kann, muss das Oberlandesgericht Wien das Urteil schriftlich ausgefertigt ans Landesgericht Eisenstadt senden. Anschließend ergeht durch den Hauptverhandlungsrichter eine Strafvollzugsanordnung. Danach erfolgt die Übernahme in die Strafhaft.

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