Der verregnete Sommer sorgt in Salzburg für ein gutes Pilzjahr. Besonders im Pinzgau, Lungau und Tennengau sprießen Steinpilze, Parasole und Eierschwammerl. Schwammerlsucher treffen dort auf ideale Bedingungen – und sollten sich an die Regeln halten.
Badefreunde schnaufen derzeit kräftig durch, aber Pilzfreunde in Salzburg können in diesem Jahr aufatmen: Der Wechsel aus warmen Tagen und reichlich Regen hat ideale Bedingungen für zahlreiche Speisepilze geschaffen, darunter Eierschwammerl, Steinpilze und Parasole. Laut Mykologischer Gesellschaft (Gesellschaft für Pilzforschung) haben Bund und Länder, darunter Salzburg, besonders günstige Wachstumsbedingungen festgestellt.
Kalkärmere Regionen wie Tennengau oder Flachgau sind dagegen weniger geeignet. Besonders ergiebig sind die bewaldeten Hügel um Untersberg, Ebenau und Faistenau. Auch rund um den Prebersee im Lungau sprießen im Spätsommer zahlreiche Großpilze – die Moore und Fichtenwälder dort gelten als Hotspots für Eierschwammerl und Herrenpilze.
Zwei Kilo pro Person und Tag
Im Bundesland Salzburg bieten insbesondere die naturnahen Fichten- und Mischwälder im Pinzgau (z. B. Wals, Großgmain), im Lungau sowie in Teilen des Pongau gute Chancen auf reiche Schwammerlfunde.
Die Pilzsaison in Salzburg läuft traditionell von Juli bis Oktober. Klimawandelbedingt beginnen die ersten Arten aber bereits früher, und die Saison reicht dank milder Herbsttemperaturen weiter bis in späten Herbst hinein – auch Steinpilze und Pfifferlinge treten nun verstärkt auf.
Rechtlich gilt in Salzburg: Pro Person dürfen maximal zwei Kilogramm Pilze pro Tag gesammelt werden. Das Sammeln ist erlaubt von 7 bis 19 Uhr (ab Oktober bis 17 Uhr).
Manche Pilzarten können tödlich sein
Giftige Arten wie Grüner Knollenblätterpilz oder Pantherpilz sind in der Region ebenfalls anzutreffen – ihre unterschiedlichen Aussehen verlangen sichere Bestimmungskenntnisse. Aktuelle Bestimmungsliteratur oder Beratung im Haus der Natur empfiehlt sich dringend. Dazu bieten zahlreiche Handy-Apps Hilfe bei der Bestimmung.
Schon beim Sammeln sollte auf das Ökosystem geachtet werden – Pilze vorsichtig mit dem Messer abschneiden und Reste im Wald lassen, um das Myzel zu schonen und zukünftiges Wachstum zu ermöglichen.
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