Wer kennt das nicht: verschlafen, in allerletzter Sekunde zum Bahnhof geeilt, gerade noch rechtzeitig den abfahrenden Zug erwischt. Da bleibt keine Zeit mehr zum Ticket-Kauf! Wem es so ergeht, der muss ab ersten Februar auf insgesamt 16 so genannten Selbstbedienungsstrecken 60 Euro Strafe zahlen!
"Eine Frechheit. Die ÖBB müssen diese kundenfeindliche Maßnahme wieder zurücknehmen", fordert Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel. Die Rechtfertigung der Bundesbahnen für die Strafgebühr: "Wir wollen Kosten sparen. Der Schaffner kann sich so mehr auf andere Aufgaben konzentrieren", so Sprecherin Katharina Gürtler.
Langfristig sollen dann auch Züge ohne Schaffner unterwegs sein - mit stichprobenartigen Kontrollen.
Unter den 16 Strecken, auf denen Fahrgäste, die es nicht mehr geschafft haben, ein Ticket zu kaufen, zur Kassa gebeten werden, ist auch die Verbindung vom Flughafen Schwechat nach Wien mit der Schnellbahn, weiters Mürzzuschlag-Graz oder Salzburg-Schwarzach/St. Veit. Wenig überraschend: Weitere Teilstücke sind für die ÖBB denkbar.
Von Doris Vettermann, Kronen Zeitung








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