02.12.2013 10:16 |

Sympathiebekundung

Ried-Fans feiern vor Salzburger Gefängnis Kuljic

"Gott betrügt nie - Freiheit für Kuljic", war schon vor rund einer Woche beim Heim-2:2 der SV Ried gegen die Admira auf einem Transparent der Fans der "Wikinger" zu lesen. Am Sonntag vor der 0:4-Liga-Schlappe der Rieder in Salzburg feierten 50 Schlachtenbummler ihren gefallenen Ex-Star Sanel Kuljic, der von 2003 bis 2006 63 Tore für die Innviertler erzielte, erneut – vor den Mauern der Justizvollzugsanstalt Salzburg, wo sich der ehemalige Fußballer wegen der mutmaßlichen Erpressung Dominique Tabogas in U-Haft befindet.
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"Ich sag's gleich präventiv - wir distanzieren uns als Klub von dieser Aktion", betonte Ried-Manager Stefan Reiter am Sonntag 25 Minuten vor dem Anpfiff in Salzburg. Er meinte damit die von Fans im Stadion angekündigten Sympathiekundgebungen für Kuljic. Was Reiter nicht wusste war, dass 50 Ried-Anhänger nicht direkt ins Stadion Wals-Siezenheim gefahren waren, sondern vorher noch in die Salzburger Altstadt. Exakter: in die Schanzlgasse 2, wo sich neben dem Landesgericht die Justizvollzugsanstalt befindet.

Und darin seit 12. November Kuljic. "Rund 50 Personen entzündeten vorm Gefängnis bengalische Feuer und skandierten für Kuljic – wobei die Aktion dennoch völlig friedlich verlief", wurde von den Behörden bestätigt.

Ried-Manager: "Gegen Dummheit kann man nichts tun"
Was Ried-Manager Reiter allerdings nicht beruhigen konnte: "Gegen Dummheit kann man nichts tun", sagte er, obwohl er für die Kuljic-Kundgebungen vor einer Woche beim Heimspiel gegen Admira noch Verständnis hatte. "Für Kuljic gilt die Unschuldsvermutung - und für unsere Fans ist er ein Gott, nachdem er uns damals zurück in die Bundesliga geschossen hatte!" Am Sonntag aber meinte Reiter: "Eine einmalige Aktion hätte völlig gereicht!"

Nicht aber den Ried-Fans, denen der größte Wettbetrug aller Zeiten offenbar ebenso egal ist wie Recht und Moral. In Erinnerung an Kuljics ehemalige Ried-Rückennummer stimmten sie auch in Salzburg in Minute 27 Sprechchöre für ihr gefallenes Idol an und hatten bereits vor Beginn des Spiels auch das Transparent "Free Kuljic" aufgehängt (siehe Foto). Das jedoch in der Halbzeitpause abgenommen wurde.

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