72 h ohne Schlaf

Gericht: Bank-Praktikant starb natürlichen Todes

Ausland
22.11.2013 21:18
Der im August in London verstorbene deutsche Praktikant der Bank of America Merrill Lynch, der zum Ende seines siebenwöchigen Praktikums 72 Stunden ohne Schlaf durchgearbeitet haben soll (siehe auch Infobox), ist eines natürlichen Todes gestorben. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten gerichtlichen Untersuchung hervor, die in Auftrag gegeben worden war, um offene Fragen im Zusammenhang mit dem Obduktionsbericht zu beantworten.

Es ging vor allem darum zu ermitteln, ob die extremen Arbeitsbedingungen zum Tod des 21-Jährigen geführt hatten. Dies ließ sich allerdings nicht belegen. Laut Obduktionsbericht verstarb der junge Mann an einem epileptischen Anfall. Der für den Praktikanten verantwortliche Manager der Bank of America sagte Untersuchungsbeamten, niemand beim Geldhaus habe von der Erkrankung des jungen Mannes gewusst.

Der Tod des Praktikanten, der weltweit für Schlagzeilen sorgte, hatte eine umfassende Überprüfung der Arbeitsbedingungen von jungen Angestellten bei der Bank of America zur Folge. Künftig will das Finanzinstitut seine Praktikanten und jungen Mitarbeitern dabei unterstützen, ein besseres Gleichgewicht zwischen dem Job und der Freizeit zu finden.

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