Leck in Öl-Pipeline

Mindestens 47 Tote bei Explosion in Ostchina

Ausland
23.11.2013 07:54
Eine gewaltige Explosion an einer unterirdischen Öl-Pipeline in der ostchinesischen Hafenstadt Qingdao hat am Freitag mindestens 47 Menschen das Leben gekostet. 166 weitere Personen wurden verletzt, wie Behörden berichteten.

Das Unglück in der Nähe des Chemiewerks Lidong im Bezirk Huangdao geschah nach einem Ölleck. Die Wucht der Explosion riss in angrenzenden Wohngebieten über Hunderte Meter die Erde und den dicken Asphalt von Straßen auf. "So etwas habe ich bisher nur in Katastrophenfilmen gesehen", sagte ein Mitglied der Rettungsmannschaften der Nachrichtenagentur Xinhua.

Dutzende Autos in die Luft geschleudert
Ein Bus mit Fahrgästen sei in eine breite Spalte in der Straße gerutscht und eingequetscht worden, berichtete ein Augenzeuge. Die Menschen seien eingeschlossen gewesen. Dutzende Autos und Motorräder wurden durch die Explosion hochgeschleudert. Häuser wurden beschädigt und Bäume stürzten um. Hunderte Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte waren im Einsatz. Eine riesige Rauchwolke stieg über dem Industriekomplex in den Himmel.

Behörden schließen Terroranschlag aus
Vor der Explosion hätten Einsatzkräfte ein Leck in der Leitung reparieren wollen, berichtete die Stadtregierung. Ausgetretenes Öl sei aber in die städtische Kanalisation geflossen. Es habe ein Feuer gegeben, was schließlich die Explosion ausgelöst habe. Ein Terroranschlag werde ausgeschlossen, teilte die Stadtregierung mit.

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