Lärmbelästigung
Spanien: Pianistin drohen siebeneinhalb Jahre Haft
Die 28-Jährige muss sich seit Montag vor dem Landgericht in Gerona im Nordosten Spaniens wegen Lärmbelästigung verantworten. Ihr wird von der Staatsanwaltschaft zur Last gelegt, als Studentin in der Pyrenäen-Ortschaft Puigcerda in der Zeit von Oktober 2003 bis September 2007 mit ihrem Klavierspiel eine Nachbarin geradezu in den Wahnsinn getrieben zu haben.
Schlafstörungen, Angstzustände und Panikattacken
Demnach habe die professionelle Pianistin an fünf Tagen der Woche je acht Stunden Klavier gespielt, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft laut Medienberichten. Die Nachbarin leide seither an Schlafstörungen, Angstzuständen und Panikattacken. Für die Eltern der Angeklagten wollte die Staatsanwaltschaft ebenfalls je siebeneinhalb Jahre Haft, weil sie das Klavierspiel gefördert hätten.
Die Musikerin wandte vor Gericht ein, die Nachbarin habe es auf sie abgesehen gehabt. Die in der Anklage angebenen Zeiten des Klavierspiels seien übertrieben. Sie habe zeitweise in Manresa und Barcelona studiert und sich in dieser Zeit kaum in ihrem Heimatort aufgehalten. Zudem hätten die Eltern das Klavierzimmer mit einem Schallschutz versehen lassen, so die 28-Jährige.












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