Bei der vierten Anhebung am Montag hatte es die am 5. November gestartete Sonde aufgrund von Problemen mit der Brennstoffzufuhr nur von 71.623 auf 78.276 Kilometer Höhe geschafft. Eine weitere Anhebung ist am Wochenende geplant. Mit dem Umkreisen der Erde holt "Mangalyaan" Schwung, bevor sie am 1. Dezember die Erdumlaufbahn verlassen und ihre 780 Millionen Kilometer lange und fast 300 Tage dauernde Reise zum Mars beginnen soll.
Die 1.350 Kilogramm schwere Sonde soll die Atmosphäre und die Oberfläche des Himmelskörpers studieren. Eine Landung ist nicht geplant. Bisher erreichten nur die USA, die damalige UdSSR und die Europäische Union den Roten Planeten.
Keine bahnbrechenden Erkenntnisse erwartet
Indien will mit der Mission seine technologischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und sich als zuverlässiger Partner etwa für den Transport von Satelliten beweisen. Experten erwarten von den Messungen der Sonde keine bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnisse. "Mangalyaan" - was übersetzt Marsfahrzeug bedeutet - soll aber nach Methangas suchen.
Mit 54 Millionen Euro ist Indiens Marsmission die bisher günstigste - die meisten Passagierflugzeuge kosten mehr als das ganze Projekt. Trotzdem beklagten Kritiker, die Regierung des Schwellenlandes solle sich lieber um seine Hungernden kümmern. Ein Drittel aller weltweit Armen lebt in Indien, etwa die Hälfte der Kinder auf dem Subkontinent ist unterernährt.











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