Nach Zugunglück
Spanien: Justiz ermittelt nur noch gegen Lokführer
Nach Ansicht des Gerichts gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass die Adif-Verantwortlichen gegen die Vorschriften verstoßen hätten. Gegen die Bahnchefs war zuvor ermittelt worden, weil nach Ansicht des Untersuchungsrichters die Sicherheitsvorkehrungen in der Kurve und die Ausschilderung des Tempolimits unzureichend gewesen seien. Adif verwaltet das Schienennetz. Gegen die ebenfalls staatliche Bahngesellschaft Renfe, die den Zugverkehr betreibt, wurden keine Ermittlungen aufgenommen.
Mit 192 km/h in Kurve eingebogen
Damit ist Francisco Jose Garzon der einzige Beschuldigte, gegen den die Justiz ermittelt. Er war am 24. Juli mit einem Hochgeschwindigkeitszug bei Santiago de Compostela mit 192 km/h in eine Kurve eingebogen, in der nur Tempo 80 zugelassen war. Zum Zeitpunkt der Entgleisung fuhr der Passagierzug trotz eingeleiteter Bremsung immer noch mit 153 km/h. Beim Unglück starben 79 Menschen, 150 weitere wurden verletzt.












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