Es war der 5. November 2012, als die Flut über Lavamünd hereinbrach. "Wir sind einfach ratlos, wie das alles passieren konnte", so Hannes Kienberger von der Feuerwehr Lavamünd beim Lokalaugenschein mit der "Krone". Die Flut ist noch immer Tagesgespräch, vor allem am Jahrestag. Wochenlang hatte Kienberger den Einsatz Hunderter Feuerwehrleute und freiwilliger Helfer koordiniert: "Es war eine unglaubliche Kraft, die wir alle entwickelt haben."
Ein Jahr später ist aus dem Trümmerhaufen wieder ein strahlendes Lavamünd geworden. Zumindest äußerlich. Kienberger: "Die Fassaden sind saniert, aber im Inneren sind die Spuren noch sichtbar, vor allem in den Köpfen der Menschen. Die Wunden bleiben."
"Die Bilder vergisst man nie"
So geht es auch Ignaz Gnamusch vom Gasthaus "Krone", das im Mai wieder eröffnet hat. "Die Bilder vergisst man nie. Es war ja niemand vorbereitet. Das Wasser wurde plötzlich mehr und mehr." Rund 300.000 Euro kostete die Sanierung des Gasthofes. "Bisher bekamen wir aber nur einen kleinen Teil der Summe zurück."
Ähnliches weiß Franz Kert von der fast 100 Jahre alten Werkstätte Sander zu berichten: "Die Flut hat einen Großteil zerstört. Es wird ein weiteres Jahr dauern, bis alles aufgearbeitet ist."
Offen bleibt die Frage, wer dafür verantwortlich ist. Kienberger: "Darauf wollen wir endlich eine Antwort. Sonst leben wir weiter mit der Angst, dass die Flut wieder kommt."











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