Dutzende Tote

Nordkoreanisches Kriegsschiff bei Einsatz gesunken

Ausland
04.11.2013 19:02
Beim Untergang eines nordkoreanischen Kriegsschiffs sind vor der Ostküste des Landes zahlreiche Soldaten ums Leben gekommen. Wie die Staatsmedien am Montag berichteten, versank das Jagd-U-Boot "Nummer 233" während eines "Kampfeinsatzes" bereits Mitte Oktober. Die Zahl der Opfer wurde nicht genannt. Nach Schätzungen von außen könnten etwa 30 Seeleute ums Leben gekommen sein.

Machthaber Kim Jong Un hat den Friedhof mit den "gefallenen Kämpfern" besucht (Bild). Auf den Aufnahmen, die die Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichte, sind mindestens 19 Gräber zu erkennen. Im nordkoreanischen Fernsehen seien etwa 30 Grabsteine zu sehen gewesen, auf denen das Datum 13. Oktober eingraviert sei, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua aus Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang.

Die südkoreanische Zeitung "Chosun Ilbo" berichtete unter Berufung auf Militärkreise, dass Nordkoreas Marine im Oktober ein weiteres Schiff vor der Ostküste verloren habe. Beide Schiffe seien bei Militärübungen untergegangen. Neben dem U-Boot sei auch ein Patrouillenboot versunken. Es habe Dutzende Tote gegeben, berichtete die Zeitung.

Die streng kontrollierten nordkoreanischen Staatsmedien berichten selten über Unglücke. Nordkoreas Marine wird für das Versenken eines südkoreanischen Kriegsschiffs im Jahr 2010 verantwortlich gemacht. Dabei starben 46 Menschen.

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