Bei Wohnungsräumung

Werfergranate hinter Schlafzimmerkasten entdeckt

Österreich
03.11.2013 18:31
Jahrzehntelang hat ein Wiener Ehepaar neben einer scharfen Werfergranate genächtigt. "Mein verstorbener Vater muss sie nach dem Krieg versteckt haben", sagt Karl K. (32) beim "Krone"-Lokalaugenschein. Im Zuge der Wohnungsräumung wurde das Geschoss nun hinter dem Kasten entdeckt. Das gesamte Wohnhaus wurde daraufhin evakuiert.

"Mein Vater ist schon vor acht Jahren verstorben - er wäre heute 84. Heuer im Sommer starb leider auch meine Mutter. Derzeit sind meine Schwester, ihr Mann und ich mit der Räumung der Wohnung beschäftigt", schildert Karl K. gegenüber der "Krone".

"Granate hinter Kasten im Schlafzimmer entdeckt"
Doch zwischen all der Kleidung, den Tassen und vielen alten Fotos, die sich in der Wohnung in der Moritz-Dreger-Gasse befinden, stießen sie auch auf ein Fundstück, das zu einem Großeinsatz der Polizei führte. "Hinter dem Kasten im Schlafzimmer entdeckten wir am Samstag um 16 Uhr eine Granate. Mein Vater muss sie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wohl versteckt haben. Wir informierten sofort die Behörden", erzählt der 32-Jährige weiter.

Nur wenige Minuten nach dem Notruf trafen die Einsatzkräfte in der Wohnung ein und evakuierten schließlich das ganze Stiegenhaus - die russische Werfergranate war scharf. "Der Entminungsdienst transportierte das Kriegsrelikt ab", erklärt Polizeisprecher Roman Hahslinger. "Gott sei Dank ist nicht mehr passiert", so K.

Türstopper entpuppte sich als Panzermunition
Immer wieder sorgen Funde solcher Geschosse für Aufregung. Erst Ende Oktober hatte eine Wienerin, wie berichtet, einen Türstopper in Form einer Panzergranate im Internet erworben - im Tausch gegen Sekt und Wein. Erst zu Hause entpuppte sich die vermeintliche Attrappe als scharfes Kriegsrelikt.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele