02.11.2013 20:29 |

Leichen gefunden

Zwei französische Reporter in Mali entführt - tot

Zwei französische Journalisten des Senders Radio France Internationale sind am Samstag in Mali von Bewaffneten entführt und getötet worden. Das französische Außenministerium teilte am Abend mit, die Leichen der Reporterin Ghislaine Dupont und ihres Kollegen Claude Verlon seien bereits gefunden worden. Frankreichs Präsident Francois Hollande sprach in einer Erklärung von einer "verabscheuungswürdigen" Tat.
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Die beiden Franzosen seien dem Sender zufolge für eine Reportage bei der Malischen Solidaritätsbank in Kidal gewesen. Demnach wollten sie einen Vertreter der Nationalen Bewegung der Befreiung von Azawad interviewen. Vor dessen Haus seien sie dann von bewaffneten Männern, dei Tamaschek, die Sprache der Tuareg, gesprochen haben sollen, verschleppt worden. Ihre Entführer hätten mit ihnen die Stadt im Nordosten des Landes verlassen, hieß es.

Stunden später wurden die Leichen der beiden Journalisten gefunden. "Ghislaine Dupont und Claude Verlon sind tot aufgefunden worden", erklärte das französische Außenministerium. Die französischen Geheimdienste würden mit den malischen Behörden alles daransetzen, die genauen Umstände aufzuklären.

Stadt eine Hochburg der Tuareg-Rebellen
Kidal liegt rund 1.500 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako an der algerischen Grenze und ist eine Hochburg der Tuareg-Rebellen. Anfang vergangenen Jahres hatten die Tuareg eine Rebellion gestartet, weil sie sich von der Regierung im Süden an den Rand gedrängt sahen. Nach ersten Erfolgen wurden sie von Islamisten zurückgedrängt, mit denen sie zunächst verbündet gewesen waren.

Mit französischer Militärhilfe starteten schließlich afrikanische Streitkräfte Anfang 2013 eine Offensive gegen die islamistischen Milizen, die mittlerweile fast den gesamten Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht hatten und Richtung Süden vorrückten. Nachdem die Aufständischen erfolgreich zurückgedrängt worden waren, wurden Ende Juli Präsidentschaftswahlen abgehalten.

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