Erster Erfolg

Alle Chemiewaffen-Anlagen in Syrien lahmgelegt

Ausland
31.10.2013 10:34
Die jüngst mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) hat in Syrien einen ersten wichtigen Erfolg verzeichnet: Sämtliche Produktionsstätten für Chemiewaffen im Bürgerkriegsland seien funktionsuntüchtig gemacht worden, meldete die OPCW am Donnerstag. Zudem sei das gesamte Chemiewaffenarsenal nunmehr unter Verschluss.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, wurden alle Ausrüstungsgegenstände zum Mischen und Befüllen chemischer Waffen unschädlich gemacht. Die OPCW habe demnach trotz der anhaltenden Gewalt in Syrien alle 23 Orte inspiziert, an denen Chemiewaffen hergestellt werden können, und die Anlagen unter Mithilfe von syrischen Arbeitern unbrauchbar gemacht. Zudem seien tausend Tonnen chemischer Waffen und Kampfstoffe sicher versiegelt worden.

Zerstörung des Altbestands wird kritisch
Das ist allerdings nur der erste Schritt auf dem Weg zur Durchsetzung der UNO-Resolution zur Chemiewaffen-Vernichtung in Syrien. Die Zerstörung des bestehenden Arsenals gilt als weitaus komplizierter und gefährlicher. Dafür gilt eine Frist bis Juni des kommenden Jahres. Der UNO-Sicherheitsrat hatte sich im September mit Syriens Führung auf eine Zerstörung aller Chemiewaffen geeinigt.

Erstmals Einsatz in einem Bürgerkriegsland
Die Syrien-Mission der OPCW ist generell äußerst heikel: Es ist das erste Mal, dass die Inspektoren der Organisation ihre Arbeit in einem Land verrichten, in dem ein Bürgerkrieg tobt. Österreich hat der OPCW fünf Experten und eine Hercules-Maschine zur Unterstützung angeboten.

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