Erster Erfolg
Alle Chemiewaffen-Anlagen in Syrien lahmgelegt
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, wurden alle Ausrüstungsgegenstände zum Mischen und Befüllen chemischer Waffen unschädlich gemacht. Die OPCW habe demnach trotz der anhaltenden Gewalt in Syrien alle 23 Orte inspiziert, an denen Chemiewaffen hergestellt werden können, und die Anlagen unter Mithilfe von syrischen Arbeitern unbrauchbar gemacht. Zudem seien tausend Tonnen chemischer Waffen und Kampfstoffe sicher versiegelt worden.
Zerstörung des Altbestands wird kritisch
Das ist allerdings nur der erste Schritt auf dem Weg zur Durchsetzung der UNO-Resolution zur Chemiewaffen-Vernichtung in Syrien. Die Zerstörung des bestehenden Arsenals gilt als weitaus komplizierter und gefährlicher. Dafür gilt eine Frist bis Juni des kommenden Jahres. Der UNO-Sicherheitsrat hatte sich im September mit Syriens Führung auf eine Zerstörung aller Chemiewaffen geeinigt.
Erstmals Einsatz in einem Bürgerkriegsland
Die Syrien-Mission der OPCW ist generell äußerst heikel: Es ist das erste Mal, dass die Inspektoren der Organisation ihre Arbeit in einem Land verrichten, in dem ein Bürgerkrieg tobt. Österreich hat der OPCW fünf Experten und eine Hercules-Maschine zur Unterstützung angeboten.











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