Pikante Biografie

Alex Ferguson spottet über Rooneys Intelligenz

Sport
23.10.2013 12:34
Manchester Uniteds Stürmerstar Wayne Rooney kommt in der am Dienstag erschienenen Autobiografie von Sir Alex Ferguson, der ManU fast 27 Jahre lang äußerst erfolgreich trainiert hat, nicht gut weg. Der Schotte schreibt über den Engländer, dass dieser zwar ein ausgezeichneter Fußballer, aber "nicht mit der schnellsten Auffassungsgabe" ausgestattet sei. Neben Rooney bekommt auch David Beckham sein Fett ab. "David war der einzige Spieler, den ich trainiert habe, der es vorzog, berühmt zu sein, der es zu seiner Mission gemacht hat, abseits des Spielfelds bekannt zu sein", so Ferguson.

An Rooney kritisierte Ferguson in "Alex Ferguson - My Autobiography" zudem, dass er sich in die Transferpolitik des Klubs eingemischt habe. "Wayne sagte, dass wir Mesut Özil hätten verpflichten sollen. Der war gerade von Werder Bremen zu Real Madrid gewechselt. Ich entgegnete ihm, es sei nicht seine Angelegenheit, welche Spieler wir verfolgten. Ich stellte klar, dass es sein Job war, zu spielen und Leistung zu bringen. Mein Job war es, die richtige Mannschaft aufzustellen, und bis dahin hatte ich das immer hinbekommen", steht in der Ferguson-Biografie zu lesen.

Demnach ließ auch Rooneys Fitness zu wünschen übrig. Ferguson: "Seine großen Qualitäten wurden oft von mangelnder Fitness überschattet. Nach Verletzungen konnte es vier oder fünf Spiele dauern, bis er wieder in Form war. In meinem letzten Jahr hat er an Schub verloren und konnte nur mit Mühe über 90 Minuten gehen. Er schien während des Spiels müde zu werden und wurde einfach überrannt."

Auch Beckham kommt nicht gut weg
Beckham kommt bei "Fergie" ebenfalls nicht gut weg, weil der ehemalige "Flankengott" es vorzog, abseits des Fußballplatzes berühmt zu sein, anstatt zu einer ManU-Legende zu werden. Mit steigendem Bekanntheitsgrad sei Beckhams Einstellung immer schlechter geworden, schrieb Ferguson.

So habe er mehr und mehr "ablehnend" auf Kritik reagiert, weshalb es im Februar 2003 zum berühmten Schuh-Zwischenfall nach der 0:2-Heimniederlage im FA-Cup-Achtelfinale gegen Arsenal kam. Aus Wut über Beckhams Respektlosigkeit hatte Ferguson seinem Star einen Schuh gegen den Kopf geschossen und ihn damit auf der Stirn leicht verletzt.

Nach seinem Schuhwurf teilte Ferguson dem United-Vorstand mit, dass "Beckham gehen muss". "In der Minute, in der ein Manchester-United-Spieler glaubt, dass er über dem Trainer steht, muss er gehen", erklärt Ferguson. "David dachte, er sei größer als Alex Ferguson. Dabei spielt es keine Rolle, ob Alex Ferguson oder jemand anderer Trainer ist. Es geht um Autorität. Es darf nicht sein, dass ein Spieler in der Kabine das Kommando übernimmt. Das war der Todesstoß für ihn." Beckham, der mit United sechs Meistertitel unter Ferguson gewonnen hat, wurde deshalb nach der Saison 2002/03 an Real Madrid verkauft.

Der "begnadetste Spieler", den Ferguson jemals trainierte, sei Portugals Superstar Cristiano Ronaldo gewesen. "Er übertraf all die anderen ganz Großen, die ich bei United betreut habe - und das waren eine ganze Menge."

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(Bild: KMM)



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