Im Dienst geschlafen

Nach Zugunglück in Buenos Aires: Lokführer in Haft

Ausland
23.10.2013 07:52
Nach dem Zugunglück von Buenos Aires mit 99 Verletzten ist der Lokführer festgenommen worden. Der 45-Jährige sei wegen "schwerer Beschädigung durch Fahrlässigkeit" angeklagt worden, verlautete am Dienstag aus argentinischen Justizkreisen. Aufnahmen aus Überwachungskameras hatten gezeigt, dass der Lokführer in seinem Führerstand döste.

Die Behörden teilten außerdem mit, der Zug sei mit überhöhter Geschwindigkeit in den Bahnhof Once eingefahren und der Lokführer habe zuvor "zu keiner Zeit ein technisches Problem gemeldet". Im Rucksack des 45-Jährigen fanden die Ermittler die Festplatte aus der Überwachungskamera der Führerkabine. Der Lokführer, der bei dem Unfall verletzt wurde, erklärte Medienberichten zufolge vor dem Richter, er erinnere sich nur lückenhaft an den Unfall.

Der Vorortzug war am Samstagmorgen im Bahnhof Once in Buenos Aires auf einen Prellbock aufgefahren, 99 Menschen wurden verletzt. Die meisten von ihnen konnten das Krankenhaus bereits wieder verlassen, niemand schwebt in Lebensgefahr. Bei einem ähnlichen Unfall auf demselben Gleis waren im Februar 2012 51 Menschen getötet und rund 700 verletzt worden.

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