Verstorbene war Fan
USA: Bizarrer Streit um "SpongeBob"-Grabstein
"Jedes Jahr feierte meine Schwester eine 'SpongeBob'-Geburtstagsparty. Er war ihr Ein und Alles", schilderte Kimberlys Zwillingsschwester Kara am Dienstag gegenüber dem Nachrichtensender CNN, wie wichtig der Verstorbenen die Cartoon-Figur war. Kimberly war vor acht Monaten ermordet in einem Hotelzimmer im Bundesstaat Colorado aufgefunden worden. Ihr damaliger Freund wurde als mutmaßlicher Täter angeklagt.
Ursprünglich sogar zwei "SpongeBob"-Grabsteine geplant
Nach Rücksprache mit einem Angestellten der Friedhofsverwaltung hatte sich Kimberlys Familie dazu entschieden, sogar zwei "SpongeBob"-Grabsteine aufzustellen - zusätzlich zu Kimberlys auch ein Duplikat für ihre bei der Navy angestellten Schwester. Die Kosten dafür betrugen rund 26.000 US-Dollar (etwa 19.000 Euro).
Familie Walker traurig und empört: "Das ist herzzerreißend"
Als Familie Walker von dem Sinneswandel der Friedhofsverwaltung erfuhr, war sie am Boden zerstört. "Das ist herzzerreißend. Wir wollten doch nur ihre Wünsche erfüllen", klagte Kimberlys Mutter. Kara wiederum zeigte sich empört darüber, wie man mit einer Person umgeht, die "für das Land gedient hat". Die Verstorbene hatte mehrere Einsätze im Irak absolviert.
Zuständige:Grabsteine passen nicht auf historischen Friedhof
Die Friedhofsleitung meinte, einer ihrer Mitarbeiter hätte einen Fehler gemacht und den Wunsch der Familie nicht an oberster Stelle absegnen lassen. Die beiden außergewöhnlichen Grabsteine würden jedenfalls in keinster Weise zum historischen Friedhof passen.
Friedhofsleitung will nun nach gemeinsamer Lösung suchen
Man wolle aber auf jeden Fall eine gemeinsame Lösung suchen, erklärte Friedhof-Chef Gary Freytag am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Man sei bereit, die Kosten für beide Grabsteine zu erstatten und neue zu bezahlen. "Ich finde es schrecklich, dass es so weit kommen musste. Aber ich hoffe, wir sehen Licht am Ende des Tunnels und finden eine Lösung", so Freytag.












Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.