Causa Priebke

Anwalt: "Italien soll heiße Kartoffel behalten"

Ausland
17.10.2013 08:31
Im Streit über die letzte Ruhestätte für den in Rom gestorbenen Nazi-Kriegsverbrecher Erich Priebke sieht dessen Anwalt Italien in der Verantwortung. Italien habe Priebke zu Lebzeiten aus Argentinien ausliefern lassen, ihn verurteilt und jahrelang im Hausarrest gelassen, sagte Paolo Giachini am Mittwochabend. "Jetzt soll Italien die heiße Kartoffel behalten."

"Die jüdische Gemeinde befürchtet, Priebkes Grab könne zu einer Art Nazi-Wallfahrtsort werden. Na und? Wir pfeifen drauf. Einige Nazis, die sich vor einem Grab verneigen, stören niemanden", sagte Priebkes Anwalt. Giachini fügte hinzu, die beiden Söhne seines früheren Mandanten verlangten lediglich, dass ihr Vater katholisch bestattet werde und seine sterblichen Überreste respektiert würden.

Priebke wollte nach Angaben seines Anwalts in Argentinien neben seiner Ehefrau beigesetzt werden. Das südamerikanische Land, wo Priebke bis zum Jahr 1994 in der Stadt Bariloche unbehelligt unter seinem echten Namen gelebt hatte, wies das Ansinnen jedoch zurück. Auch Priebkes brandenburgische Heimatgemeinde Hennigsdorf bei Berlin und die Stadt Rom lehnten es ab, den ehemaligen SS-Offizier zu bestatten.

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