Im Schnitt ist ein Mensch in Österreich sieben Jahre pflegebedürftig, rund 440.000 Personen sind Bezieher von Pflegegeld (je nach Stufe zwischen 154 und 1.655 Euro im Monat). Dazu gibt es noch Sozialhilfe der Länder für Heime und mobile Dienste. In Summe sind das bereits über vier Milliarden Euro.
Die steigenden Kosten dafür werden bis 2016 durch den Bund ("Pflegefonds") gedeckt. Die Finanzierung für danach ist offen und laut Sozialminister Rudolf Hundstorfer Teil der Koalitionsverhandlungen. Bis 2020 wird man bis zu 500 Millionen Euro mehr brauchen, noch ohne dass man die Pflegegeldsätze der Inflation anpasst.
Die privaten Versicherungen bieten seit einiger Zeit bereits eine "Pflegevorsorge" an. Für eine geringe monatliche Prämie kann man den staatlichen Zuschuss verdoppeln. Bis jetzt haben aber erst rund 70.000 Personen so ein Produkt abgeschlossen. Günter Geyer, Chef des Versicherungsverbandes: "Wenn man in jungen Jahren beginnt, kann man sich für den Preis einer besseren Zigarettenschachtel im Monat versichern. Leider ist die Bereitschaft noch sehr gering."
Er wünscht sich daher als Anreiz ein kleines "Zuckerl" vom Staat etwa in Form steuerlicher Absetzbarkeit oder einer Prämie wie beim Bausparen. Bis 2050 wird sich die Zahl der Pflegefälle verdoppeln.












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