Klar ist, das Wiener Stadtoberhaupt hält das Projekt Fußgängerzone auf der Einkaufsmeile "für eine gute Sache". Nicht jedoch in der jetzigen heiß umstrittenen Variante. Größter Dorn im Auge sind Michael Häupl auch weiterhin die Linienführung des 13A und die Radfahrer. "Ja, das war ein Knackpunkt in den Gesprächen", daraus macht der mächtige Sozialdemokrat auch kein Hehl.
Aber auch dafür werde man eine Lösung finden - ist das bislang "grüne Projekt" erst einmal gemeinsam mit dem roten Koalitionspartner "ausgefeilt", wird es der Öffentlichkeit präsentiert. Dann soll jenes Szenario über die Bühne gehen, das Vize-Bürgermeisterin Vassilakou längst zugesagt hat: eine Bürgerbefragung im 6. und 7. Wiener Gemeindebezirk.
"Schwammige Fragen à la Parkpickerl" - wie von einigen Anrainern prognostiziert - soll es nicht geben, verspricht Häupl: "Es wird die Möglichkeit geben, das Projekt komplett abzulehnen." Was wiederum die noch am Dienstag kurzfristig beschlossene 13A-Linienführung über die Haufen werfen würde. Diese besagt, dass der Bus künftig durch die Neubaugasse fahren soll - in beide Richtungen. Lediglich ein Gastgarten muss dadurch weichen.
Die Ankündigung Häupls, dass ein negatives Befragungsergebnis gewissermaßen das Ende des Verkehrsberuhigungsprojekts bedeuten würde, bringt Vassilakou offenbar nicht aus der Ruhe. Im Gegenteil: "Das entspricht dem von Anfang an gemeinsam vereinbarten Fahrplan auf Punkt und Beistrich. Der Bürgermeister beweist damit einmal mehr seine Handschlagqualität", teilte das Vassilakou-Büro in einer kurzen Stellungnahme am Dienstag mit.













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