Nach der 1:2-Niederlage gegen Austria Wien braucht der WAC im Titelkampf der Bundesliga Schützenhilfe von Blau-Weiß Linz. Wolfsbergs Abwehr-Ass Nico Wimmer hat sieben Jahre unter deren Coach Scheiblehner gespielt, plant einen Anruf. In der letzten Runde geht‘s im Thriller an der Spitze um Himmel oder Hölle – mit einem Fangnetz für die Wolfsberger. Ein Ausfall ist quasi fix, zudem bangt man um den Kapitän.
Packender kann das Finish nicht mehr sein – am Samstag hat der Nervenkrimi endlich ein Ende, folgt die finale Titelentscheidung, wird entweder Sturm, die Wiener Austria oder doch der WAC den Teller in die Höhe stemmen.
Die Champions League ruft
2790 Ligaminuten haben die Mannschaften bereits in den Beinen, dabei können ausgerechnet die letzten 90 zwischen Himmel und Hölle entscheiden. Nur Leader Sturm hat einen Platz in den Top 3 schon sicher, den Grazern reicht daheim gegen WAC ein Punkt zur erfolgreichen Titelverteidigung. Österreichs Meister startet heuer mit dem Play-off zur Champions League, hat also einen Gegner vor der Brust.
In der Gruppenphase würde man wie im Vorjahr alleine mit einem Startgeld von 18,62 Millionen Euro richtig abkassieren. Scheitert der Meister im Play-off, geht’s fix in die Gruppenphase der Europa League, warten immerhin um die 3,6 Millionen Euro Startgeld.
Nach der Niederlage gegen Austria Wien haben wir im Titelkampf die schlechtesten Karten. Mit einem Sieg hätten wir ein absolutes Endspiel gehabt. Nun wollen wir gegen Sturm ein gutes Spiel zeigen.
WAC-Trainer Didi KÜHBAUER
Platz eins bis vier möglich
Weil am Sonntag auch Salzburg gegen Blau-Weiß Linz gewonnen hat, droht den „Wölfen“ im schlimmsten Fall sogar der Absturz auf Platz vier. Wobei man mit dem Cupsieg ja ein „Sicherheitsnetz“ hat und auf jeden Fall zumindest in der 3. Runde der Europa-League-Quali einsteigen wird.
„Haben schlechteste Karten!“
Und nur wenn Austria Wien gegen die Linzer patzt, kann der WAC mit einem Sieg sensationell den Meisterteller holen. „Wir haben nach der Niederlage gegen die Austria sicher die schlechtesten Karten. Klar ist das schade, mit einem Sieg hätten wir ein absolutes Endspiel gehabt. Aber die Linzer sind Profis, ich kenne die Verantwortlichen und die Spieler – sie werden es nicht locker angehen“, betont Trainer Didi Kühbauer.
Ärger über Niederlage
Den noch besseren Draht zu Blau-Weiß Linz hat Verteidiger Nico Wimmer. Der 30-Jährige hat bei Donau Linz und Vorwärts Steyr insgesamt sieben (!) Jahre lang unter dem aktuellen Blau-Weiß-Coach Gerald Scheiblehner gespielt, will seine Kontakte spielen lassen: „Ich werde ihn natürlich anrufen und nahelegen, was gegen die Austria zu tun ist.“ Klar ärgert den Routinier die Niederlage vom Sonntag noch immens: „Es ist bitter, dass wir bis zu unserem Anschlusstreffer nicht wirklich vorhanden waren.“
Gleich zwei Brüche
Zudem droht fürs finale Match in Graz am Samstag noch ein personeller Aderlass. Kapitän Dominik Baumgartner knöchelte bereits zu Beginn nach einem Zweikampf mit Austria-Ass Fitz um, musste in Minute 26 raus. Die MRT-Ergebnisse sind noch offen. Ganz schlimm hat es Defensiv-Turm Simon Piesinger erwischt: Bei seinem Zusammenstoß vorm 0:2 mit Kollege Wimmer brach er sich die Augenhöhle und zudem den Kiefer – damit fällt er fürs Entscheidungsspiel aus.
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