Die Lebenserwartung in Deutschland steigt seit Jahren. Von diesem Anstieg profitieren alle Bürger – aber nicht gleichermaßen, wie die Studie zeigt. So durften im Jahr 2008 65-jährige Männer mit hohen Altersbezügen mit einer weiteren Lebenszeit von 20 Jahren rechnen, während ihren Altersgenossen mit sehr niedrigen Pensionen statistisch gesehen nur 15 Jahre blieben.
Schere wird von Jahr zu Jahr größer
Noch Mitte der 1990er-Jahre lebte in Deutschland ein Bezieher einer hohen Pension in Westdeutschland nur gut drei Jahre länger als Männer mit einer sehr niedrigen Rente, in Ostdeutschland betrug der Unterschied dreieinhalb Jahre. 2008 vergrößerte sich der Abstand zwischen den beiden Gruppen im Westen um eineinhalb Jahre auf 4,8 Jahre und im Osten um zwei auf 5,6 Jahre.
Das heißt: 65-Jährige mit sehr kleinen Renten durften im Jahr 2008 mit einer Lebenserwartung von 79,8 Jahren rechnen, für gleichaltrige Pensionisten mit hohen Bezügen ergab sich dagegen eine Lebenserwartung von 84,3 Jahren, schreiben die Forscher, die für ihre Studie die umfangreichen Daten der deutschen Rentenversicherung, die 86 Prozent der männlichen Bevölkerung erfassen, analysiert haben. Männer mit Migrationshintergrund oder Ausländer wurden dabei nicht berücksichtigt, weil sie oft eine unvollständige Erwerbsbiografie haben.
Bessere Bildung verlängert Leben
Als lebensverlängernder Faktor kristallisierte sich die Bildung heraus. Besser Gebildete würden sich im Schnitt gesünder ernähren, hätten bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und würden daher auch mehr verdienen, so die Forscher. Laut ihren Angaben betreiben diese Personen zudem eine bessere medizinische Vorsorge, was sich natürlich positiv auf die Lebenserwartung auswirke.













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