In Texas und Arizona

USA: Zwei Hinrichtungen mit nicht bewilligtem Gift

Ausland
10.10.2013 11:37
In den USA sind am Mittwoch zwei Männer mit einem nicht amtlich zugelassenen Betäubungsmittel hingerichtet worden. Der 43 Jahre alte Michael Yowell (rechts) wurde im Bundesstaat Texas mit einer Giftspritze hingerichtet, nachdem sein Einspruch gegen die Verwendung des Mittels beim Obersten Gericht zurückgewiesen worden war. Wenige Stunden davor war der 71 Jahre alte Edward Schad (links) in Arizona mit demselben Betäubungsmittel hingerichtet worden. Auch er hatte gegen die Verwendung des Mittels geklagt.

Yowell war im Alter von 28 Jahren für die Ermordung seiner Eltern zum Tode verurteilt worden. Schad war schuldig befunden worden, 1978 einen 74-jährigen Autofahrer ermordet und das Auto gestohlen zu haben. Beide hatten gegen die Verwendung des neuen Mittels geklagt, da es nicht zugelassen sei und möglicherweise große Schmerzen verursache.

Standardmittel ausgegangen - Alternativen gesucht
Ende September war in Texas und anderen US-Bundesstaaten das Betäubungsmittel Pentobarbital ausgegangen. Die dänische Herstellerfirma weigert sich, das normalerweise zum Einschläfern von Tieren verwendete Mittel weiter für Hinrichtungen zu liefern. Die Behörden wandten sich daher an alternative Hersteller, deren Produkte allerdings auf Bundesebene bisher nicht offiziell für Hinrichtungen zugelassen sind.

Mit den Exekutionen von Schad und Yowell wurden dieses Jahr insgesamt 30 Menschen in den USA hingerichtet.

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