Im Big-Air-Finale soll für Gasser am Freitag die vierte WM-Medaille ihrer Karriere her. Vor ihrem letzten Auftritt meint sie zur „Krone“: „Bin dann aber auch froh, wenn es vorbei ist!“
Mit WM-Silber 2015 am Kreischberg im Slopestyle brachte Anna Gasser vor zehn Jahren den Freestyle-Sport nach Österreich. „Das war damals ein erstes Ausrufezeichen – ich kann mich noch genau daran erinnern, die Medaille hat auch heute noch einen speziellen Platz bei mir daheim“, erzählt Gasser.
Mit WM-Gold 2017 in der Sierra Nevada (Sp) hob sie den Sport dann international auf ein neues Level. Gasser: „Es war das erste Mal, dass ich die Höchstwertung von 100 Punkten bekommen hab – für einen Trick, den zuvor keine Frau geschafft hatte.“
Mit ihrem zweiten WM-Titel im Big Air vor zwei Jahren in Bakuriani (Geo) stieg sie dann abermals zur Pionierin ihrer Sportart auf – als erste Athletin, die diesen Titel in der Karriere zweimal gewinnen konnte.
Karriereende schon fix geplant
Am Freitagabend (19.30) im Big-Air-Finale schreibt die Millstätterin in St. Moritz nun das letzte Kapitel ihrer WM-Geschichte. Nach den Olympischen Spielen 2026 in Cortina wird sie fix ihre Karriere beenden!
„So ganz bewusst ist mir das noch nicht. In dieser Saison hatten für mich die Heim-Events in Klagenfurt und am Kreischberg sogar den größeren Stellenwert als die WM“, meint die 33-Jährige, die heute schon mit einem ihrer schwierigsten Tricks beginnen will. „Ich muss für eine Medaille alles rausholen – deshalb muss ich mit dem Cab 1260 anfangen so wie am Kreischberg.“ Da hatte es ja mit dem einzigen Weltcup-Saisonsieg geklappt.
„Ich bin aber auch froh, wenn es dann vorbei ist, die Saison hat im August begonnen – das zehrt an den Kräften.“
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