Vielen Lesern ist die dramatische Lage während und nach der letzten Hochwasserkatastrophe bildhaft in Erinnerung. Besonders in unser Gedächtnis hat sich auch die bedrohliche Wettersituation für Tausende Schwalben geprägt. Aus einer beispiellosen Rettungsaktion ist nun eine Tierschutz-Bewegung geworden, die ihresgleichen sucht.
Es war Mitte September, als ein plötzlicher Wetterumschwung das Schicksal tausender Schwalben besiegelte. Wenige Tage zuvor herrschten in Österreich noch hochsommerliche Temperaturen über 30 Grad. Doch dann brachten heftige Regenfälle, eisige Kälte und Stürme eine Tragödie mit sich, die es so seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hatte. Tausende Schwalben wurden auf ihrem Flug Richtung Süden überrascht, geschwächt, ohne Nahrung und am Ende ihrer Kräfte.
Die Geburt des „Team Tierschutz“
Es begann eine beispiellose Rettungsaktion: Über Social Media, Messenger-Dienste und Berichte in der „Kronen Zeitung“ verbreitete sich ein Hilferuf wie ein Lauffeuer. Innerhalb weniger Stunden formierte sich eine Welle der Solidarität. Menschen in ganz Ost-Österreich machten sich auf den Weg, um die vom Himmel gefallenen Vögel einzusammeln und in Sicherheit zu bringen.
„Team Tierschutz“ ist als WhatsApp-Gruppe organisiert und Infos zu Aktionen, Tierrettungsschulungen und Tierrettungseinsätzen mitgeteilt
Ein Sturm mit fatalen Folgen
Innerhalb von nur vier Tagen konnten 7.000 Schwalben versorgt werden. Doch die Aufgabe war gewaltig: Alle zwei Stunden – auch nachts – mussten die Vögel gefüttert werden, um zu überleben. Was als spontane Hilfsaktion begann, wurde zum Grundstein für eine neue Ära des Tierschutzes in Österreich.
Tierecke unterstützt Aktion
Diese Schwalbenrettung zeigte, was möglich ist, wenn Menschen mit Herz und Tatkraft zusammenstehen. Inspiriert von dieser unglaublichen Hilfsbereitschaft gründete Tierschutz Austria vor sechs Monaten das „Team Tierschutz“ – eine Initiative, die verletzten und verwaisten Tieren in Not auch in Zukunft schnelle und effektive Hilfe bietet. Unterstützt von der „Krone Tierecke“ wuchs das Team in den vergangenen Monaten rasant!
In WhatsApp-Gruppe organisiert
Die Initiative entwickelte sich in kürzester Zeit zur größten Freiwilligenbewegung für den Tierschutz in Österreich. Die beeindruckende Bilanz nach einem halben Jahr: 220 Einsätze, über 1.800 engagierte Freiwillige und ein neu errichtetes Waschbärengehege. Ob Möwen, Bussarde, Igel, Tauben oder Mauswiesel – das „Team Tierschutz“ ist unermüdlich im Einsatz, um Leben zu retten.
Ein Aufruf an alle Tierfreunde
Die letzten sechs Monate haben gezeigt: Tierschutz braucht engagierte Menschen! Allein in der vergangenen Woche konnte das „Team Tierschutz“ im Großraum Wien und Niederösterreich zehn Tiere retten, darunter eine Feldmaus, ein Ziervogel, ein Wellensittich, ein Igel, eine Krähe und eine Taube.
„Doch der Einsatz für Tiere in Not ist noch lange nicht vorbei. Wer helfen möchte, kann sich dem „Team Tierschutz“ anschließen und Teil dieser außergewöhnlichen Bewegung werden. Denn gemeinsam können wir Leben retten – jeden Tag aufs Neue“, zeigt sich Tierfreundin Maggie Entenfellner zuversichtlich.
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