Gutachten erstellt

Vater wollte Familie töten – aus U-Haft entlassen

Österreich
26.08.2013 13:04
Jener 53-jährige Vater aus Graz, der Mitte August offenbar absichtlich am Heimweg vom Familienurlaub einen Autounfall verursacht hatte, ist dem psychiatrischen Gutachten zufolge nicht zurechnungsfähig. Der Mann wurde daher aus der Untersuchungshaft entlassen und befindet sich nun in einer geschlossenen Abteilung der Landesnervenklinik Sigmund Freud. Zwei weitere Gutachten sind noch ausständig.

Der Unfall hatte sich am 13. August in den Morgenstunden auf der Südautobahn ereignet: Der Wagen des Grazers scherte bei hoher Geschwindigkeit plötzlich nach rechts aus, durchbrach eine Leitschiene sowie einen Wildzaun und kam nach einem Überschlag am Dach zu liegen.

Das Auto begann zu brennen, die 42-jährige Frau des Lenkers sowie der zwölfjährige Sohn und die 14-jährige Tochter des Ehepaares konnten sich nach Polizeiangaben selbst in Sicherheit bringen. Die Erwachsenen erlitten schwere Verletzungen, die Kinder wurden leicht verletzt.

Erste Aussagen widerrufen
Kurz nach dem Unfall wurde dann bekannt, dass der Lenker bei der Behandlung durch Ersthelfer suizidale und Tötungsabsichten gegenüber seiner Familien geäußert hatte. Diese widerrief er jedoch später bei der Befragung durch die Kriminalbeamten. Schließlich wurde er in U-Haft genommen. 

Wie Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz am Montag bekannt gab, bleibt der 53-Jährige nach dem Ergebnis des psychiatrischen Gutachtens nun in sogenannter vorläufiger Anhaltung in der Landesnervenklinik Sigmund Freud.

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