Die Corona-Pandemie hat viele Lebensbereiche beeinflusst. Vorläufige Ergebnisse einer Studie zeigen jetzt: Auch die Fitness von Kindern und Jugendlichen verschlechterte sich Beginn der Pandemie drastisch. „Es gibt einen Einbruch bei Ausdauer und Kraft“, warnt Studienleiter Alexander Woll.
Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie wurde die Sportlichkeit von deutschen Kindern und Jugendlichen gemessen. Laut den vorläufigen Berechnungen sank die Leistung von Buben beim Fahrrad-Ausdauertest um knapp 7,7 Prozent und von Mädchen um 9,6 Prozent.
Pandemie könnte langfristig negative Auswirkungen haben
„Das deutet darauf hin, dass die pandemiebedingten Einschränkungen und reduzierten Bewegungsmöglichkeiten langfristig negative Auswirkungen auf die motorische Entwicklung haben könnten“, sagt Sportwissenschaftler und Leiter der Studie, Professor Alexander Woll. Eine wissenschaftliche Auswertung soll in einigen Wochen vorliegen. Erst dann handle es sich um repräsentative Daten, betont Woll.
4500 Kinder untersucht
Untersucht für die sogenannte Motorik-Modul-Studie wurden zwischen Mitte 2023 und Ende 2024 rund 4500 Kinder und Jugendliche in Deutschland. Die Teilnehmenden wurden beispielsweise in Sporthallen untersucht und absolvierten dort Kraft-, Ausdauer- und Gleichgewichtstests. „Das ist eine sehr gute Basis, um sich anzuschauen, was nach Corona passiert ist“, sagt Woll, der am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) lehrt.
Kinder bewegen sich zu wenig
Auch weitere Trends zeichneten sich ab. So hätten sich Sportvereine nach Corona zwar wieder erholt. Kinder und Jugendliche seien wieder ähnlich aktiv wie vor Corona. Aber nur etwa ein Fünftel der Buben und Mädchen erreichten das von der WHO empfohlene Aktivitätsniveau, hieß es.
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