08.08.2013 11:33 |

Freiheit für Tiere

Costa Rica kündigt Schließung öffentlicher Zoos an

Die Regierung von Costa Rica hat angekündigt, alle öffentlichen Zoos zu schließen. Man gehe in eine neue Richtung, um die Tierwelt zu schützen, erklärte Umweltminister Rene Castro. Neues Motto sei: "Keine Käfige." Die Tiergartenbetreiber haben allerdings bereits Widerstand angekündigt.

Schon nächstes Jahr sollen zwei öffentliche Zoos geschlossen werden, kündigte Castro an. Der Tiergarten Simon Bolivar in der Hauptstadt San Jose soll in einen botanischen Garten umgewandelt werden, das Zentrum für Umweltschutz Santa Ana im Westen der Stadt in einen Park.

Die Tiere sollen laut TV-Station Teletica wenn möglich in die Wildnis entlassen werden, andernfalls in Tierheimen eine neue Heimat finden. Tierschützer kritisieren seit Jahren, die Käfige der Zoos in Costa Rica seien überfüllt und die Bedingungen unhygienisch.

Tierparks wehren sich gegen Schließung
Dies bestreiten die Verantwortlichen der Tierparks, etwa Veterinär Randall Arguedas vom Bolivar-Zoo. Seiner Meinung nach können die Tiere nicht freigelassen werden - sie seien durch alte Verletzungen gehandicapt oder hätten ihre Instinkte für das Überleben in freier Wildbahn verloren. Auch rechtliche Auseinandersetzungen stehen bevor: Der Bolivar-Zoo wird von einer Stiftung betrieben, die eigenen Angaben nach bis 2024 die Lizenz zum Betrieb des Tiergartens besitzt und diese vor Gericht durchsetzen will.

Tier- und Umweltschutz wichtige Themen
Dass sich die Regierung dadurch von ihren Plänen abbringen lässt, ist aber unwahrscheinlich. Das Land setzt seit den 1990ern verstärkt auf Tier- und Umweltschutzmaßnahmen. Nach jahrzehntelanger Abholzung liegt die Waldfläche inzwischen wieder bei etwa 52 Prozent des Landes - Nationalparks machen etwa 30 Prozent der Fläche Costa Ricas aus. Schon vor über zehn Jahren wurde zudem das Vorführen von Zirkusnummern mit Tieren in Costa Rica verboten, auch Jagen als Sport ist illegal.

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