Seit Wochen halten zahlreiche Legionellen-Infektionen Vorarlberg in Atem. Fieberhaft wurde nach der Infektionsquelle gesucht. Nun wurden zwei Infektionsherde ausfindig gemacht.
Seit Jahresbeginn 2025 sind in Vorarlberg 41 Personen an Legionellen erkrankt. Seit Ende vergangener Woche sind wieder acht neue Fälle hinzugekommen. 37 dieser Fälle sind im Unteren Rheintal – Region Bregenz und Umgebung – aufgetreten. Das Umweltinstitut des Landes ist seit Wochen mit der Quellensuche beschäftigt. Nun konnte sowohl in mehreren Privathaushalten als auch in Kühltürmen eine Legionellen-Verkeimung nachgewiesen werden. Erstmals wurden auch Übereinstimmungen zwischen den Sequenzierungsergebnissen der erkranken Personen und Umweltproben gefunden. In den kommenden Wochen muss allerdings beobachtet werden, ob weitere Erkrankungen auftreten und eventuell noch weitere Quellen vorhanden sind.
Seit Mittwoch liegen die ersten Auswertungen der Legionellen-Stämme von mehreren Patienten vor. Diese Patientenstämme zeigen eine starke genetische Verwandtschaft, sodass anzunehmen ist, dass sie sich bei derselben Infektionsquelle angesteckt haben, wie das Land berichtet.
Auch in mehreren Umweltproben konnten Legionellen in unterschiedlicher Konzentration nachgewiesen werden. Einige Umweltproben zeigten aber andere Legionellen- Typen, weshalb diese als Infektionsquelle nicht in Frage kommen.
Kühlturm wurde außer Betrieb genommen
Beim Kühlturm einer Betriebsanlage konnte jedoch derselbe Legionellen-Typ nachgewiesen werden, weshalb dieser Kühlturm eine mögliche Infektionsquelle darstellt. Bereits beim Feststellen der Legionellen-Verkeimung vergangene Woche wurde der Kühlturm außer Betrieb genommen. Zudem wurde der Turm sofort desinfiziert und gereinigt.
Da jedoch nicht auszuschließen ist, dass weitere Quellen diese Infektionskrankheiten auslösten, geht die Quellensuche unvermindert weiter.
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