25.07.2013 14:11 |

Teuerster ÖFB-Kicker

Aleks Dragovic geht doch zu Dynamo Kiew - um 9 Mio. €

War alles nur eine Finte, um den Preis in die Höhe zu treiben? Gut möglich, denn nur wenige Tage, nachdem Aleks Dragovic ein Angebot von Dynamo Kiew ablehnte, hat sich der ÖFB-Internationale nun doch für einen Wechsel in die Ukraine entschieden. Kiew soll neun Millionen Euro Ablöse an den Schweizer Meister zahlen, womit Dragovic der bisher teuerste österreichische Fußballer wäre.

Im Testspiel gegen den FSV Mainz am Mittwochabend war Dragovic laut "Basler Zeitung" noch im Kader von Basel gestanden, doch als er am Donnerstagmorgen beim Training fehlte, war den Kiebitzen vor Ort rasch klar, dass da etwas im Busch sein musste. Und tatsächlich: Nach Informationen von Sky Italia war der Abwehrspieler zu dem Zeitpunkt bereits nach Monaco geflogen, wo er sich mit dem Boss von Dynamo, dem ukrainischen Großindustriellen Ihor Surkis, traf – und sich schließlich auf einen Vertrag bis 2018 einigte.

Einen Steckbrief von Aleks Dragovic finden Sie in der Infobox!

Noch am Samstag wurde Absage kolportiert
Am Samstag hatte noch die Absage von Dragovic an Kiew die Runde gemacht. Der ÖFB-Teamverteidiger habe trotz eines angebotenen Jahresgehalts von 2,2 Millionen Euro abgesagt, hieß es. "Geld spielt derzeit keine Hauptrolle in meinem Karriereplan", wurde Dragovic zitiert. Doch Kiew, das vom ehemaligen Vorwärts-Steyr-Legionär Oleg Blochin (60) trainiert wird, ließ offenbar nicht locker.

Wohl acht Millionen Euro Gewinn für Basel
Dragovic soll auf den Wunschlisten zahlreicher europäischer Topklubs gestanden sein. Zuletzt wurde der Ex-Austrianer, der 2011 für eine Million Euro von Wien nach Basel gewechselt war, immer wieder mit Inter Mailand in Verbindung gebracht. Aber auch andere große Namen wie AS Roma, Borussia Dortmund, Arsenal, Valencia, Atletico Madrid, Manchester United, Manchester City oder AC Mailand sollen an Dragovic drangewesen sein.

Für Freude dürfte der Transfer von Dragovic auch in Wien-Favoriten sorgen, hatten sich die "Veilchen" doch einstmals einen Anteil bei einem etwaigen Weiterverkauf des Jungstars zusichern lassen, vermutlich eine sechsstellige Summe.

Bisher war Marc Janko der teuerste Österreicher. Twente Enschede hat für den Torjäger im Juni 2010 kolportierte 6,5 Millionen Euro an Red Bull Salzburg überwiesen. Knapp dahinter folgt Marko Arnautovic, für den Werder Bremen ebenfalls im Juni 2010 kolportierte 6,2 Millionen Euro an Twente Enschede gezahlt hat.

Kiew derzeit nur Nummer zwei der Ukraine
Kiew ist im Moment nur die Nummer zwei in der Ukraine, Schachtar Donezk lief den Blau-Weißen in der jüngeren Vergangenheit klar den Rang ab und war zuletzt viermal in Folge Meister. In der vergangenen Meisterschaft war Kiew hinter Donezk und Metalist Charkiw gar nur auf Platz drei gelandet. Kiew muss sich daher in dieser Europacup-Saison mit der Europa League zufriedengeben.

Mit Markus Berger ist bereits seit Anfang 2012 ein Österreicher in der Premier-Liga der Ukraine tätig, der Salzburger steht bei Tschernomorets Odessa unter Vertrag.

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