22.07.2013 07:49 |

Gouverneur im TV:

"Staat kann Detroit nicht aus der Patsche helfen"

Die bankrotte US-Großstadt Detroit rechnet nicht mit Hilfen aus Washington. "Ich habe es bereits gesagt, der Staat kann der Stadt Detroit nicht aus der Patsche helfen", sagte der Gouverneur von Michigan, Rick Snyder, am Sonntag im TV. Das Problem der ehemaligen Industriemetropole sei nicht allein das Geld. Der Bankrott sei allerdings der nötige Weg, um die einst blühende Autostadt wieder aufzubauen.

"Letztlich ist die Pleite eine Gelegenheit, um Detroit zu stabilisieren. Das Wichtigste ist nicht nur die Schuldenfrage. Diese muss behandelt werden, aber noch wichtiger ist die Rechenschaftspflicht gegenüber den Bürgern von Detroit. Sie haben noch immer nicht die Leistungen, die sie verdienen, und sie hatten sie für eine sehr lange Zeit nicht", so der Gouverneur gegenüber dem TV-Sender CBS.

Detroit hat sich offiziell bankrott erklärt
Die Metropole im US-Staat Michigan hatte sich am Donnerstag offiziell für bankrott erklärt (siehe Infobox). Detroit ächzt unter 18,5 Milliarden Dollar (14,1 Milliarden Euro) Schulden, es ist die bisher größte Städtepleite in den USA. Besonders machen der Stadt die hohen Verbindlichkeiten bei den Sozialleistungen für ihre 10.000 aktiven und 20.000 pensionierten Mitarbeiter zu schaffen. Alleine etwa neun Milliarden Dollar schuldet Detroit den beiden Kassen für die Pensionen und die Gesundheitsversorgung.

Der Niedergang Detroits vollzog sich über Jahrzehnte. 1950 hatte die Stadt noch 1,8 Millionen Einwohner, heute leben dort 685.000 Menschen. Die Autoindustrie verlagerte ihre Standorte, viele Fabriken schlossen, die Arbeitslosigkeit schoss ebenso in die Höhe wie die Kriminalität.

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