20.07.2013 09:30 |

Schüler in Wien

Bis zu 88,8% haben Deutsch nicht als Muttersprache

Wie effektiv sind die Sprachförderkurse für Schüler in Deutsch wirklich? Der Rechnungshof wollte es genau wissen und nahm nach ersten Blicken in die Unterlagen umgehend den schulischen Schauplatz Wien ins Visier - den "Hot-Spot" für Kinder anderer Muttersprachen als Deutsch im österreichweiten Vergleich.

In Wien hat laut den Daten des Schuljahres 2010/2011 jeder zweite Schüler eine andere Erstsprache als Deutsch, österreichweit liegt der Anteil bei 22,1 Prozent. Bedarf an Sprachförderkursen ist gegeben, schließlich bilden diese Schüler "eine bedeutende Größe im Schulsystem, die zielgruppenspezifische Fördermaßnahmen erforderlich macht", sagt der Rechnungshof.

Sprachförderkurse für Deutsch und die Muttersprache gibt es wie Sand am Meer – ob und wie sie die lernwütigen Kids aber weiterbringen, konnte auch der RH nich eruieren. Detaillierte Aufzeichnungen sollen fehlen – bundesweit, nicht nur in Wien.

Kritik an Lehrern wegen mangelnder Weiterbildung
Fakt ist, dass die meisten Schüler mit anderer Muttersprache mit einem Anteil von 88,8 Prozent in Margareten die Schulbank drücken, gefolgt von Ottakring und Brigittenau mit je 79,6 Prozent (weitere Details: siehe Grafik). Kritik übt der RH übrigens auch an den Lehrern (bundesweit): nur 3,6 Prozent bilden sich hinsichtlich möglicher Fördermaßnahmen im Deutschunterricht weiter.

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