Israel und Palästina
Kerry: Neue Runde direkter Nahost-Friedensgespräche
Zuvor hatte er im Westjordanland mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas gesprochen und nach Angaben aus US-Delegationskreisen von Amman aus vier Stunden lang mit israelischen und palästinensischen Vertretern telefoniert. Die Direktverhandlungen zwischen beiden Seiten liegen seit drei Jahren auf Eis.
Kerry ist zum sechsten Mal seit seinem Amtsantritt im Februar im Nahen Osten, um die Direktverhandlungen wieder in Gang zu setzen. Seine Mission gestaltete sich äußerst schwierig: So zeigte sich die palästinensische Fatah-Bewegung von Abbas noch am Donnerstagabend unzufrieden mit dem Entwurf des Rahmenplans, den Kerry und Abbas in Amman verhandelt hatten.
Nach Angaben aus palästinensischen Kreisen reiste Chefunterhändler Saeb Erakat am Freitagvormittag extra nach Amman, um Kerry über die Vorbehalte zu informieren. Anschließend habe Kerry sich zu der Reise nach Ramallah im Westjordanland entschieden. Nach dem Gespräch mit Abbas reiste er wieder nach Amman, wo er den Durchbruch verkündete.
Die Palästinenser hatten im Vorfeld als Voraussetzung für Direktverhandlungen einen vollkommenen Stopp des israelischen Siedlungsbaus verlangt. Israel hingegen lehnte Bedingungen für eine Fortsetzung der Verhandlungen ab.











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