Die Titelkämpfe in Saalbach-Hinterglemm brachten Werbung für ganz Salzburg. Das Zwischenfazit der Hoteliers zum Winter fällt trotz wenig Schnee positiv aus.
Mit fast 175.000 Fans vor Ort war die Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm ein voller Erfolg. Aber nicht nur die Touristiker im Glemmtal jubeln. Die Titelkämpfe brachten Werbung für ganz Salzburg. „Die Auswirkung ist äußerst positiv. Es waren wunderbare Bilder. Das wird sich langfristig positiv niederschlagen“, ist Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung, aus Obertauern überzeugt.
Kurzfristig wird es bei den Nächtigungen für Saalbach leichte Rückgänge geben. Viele Doppelzimmer waren wegen des WM-Trosses wie berichtet nur einfach belegt. Das wird durch den langfristigen Werbewert der WM-Bilder aber mehr als aufgewogen. Andere Salzburger Tourismusorte haben vom Saalbacher Rummel um die Skirennen ebenfalls profitiert. „Es hat eine gewisse Verlagerung gegeben. Manche Familien sind wegen des WM-Trubels aus Saalbach ausgewichen. Aber auch diese Gäste sind uns erhalten geblieben“, weiß Veit.
Bayern und Holländer kommen heuer erst später
Generell ist Salzburgs oberster Hotelier mit der bisherigen Wintersaison zufrieden. „Der Februar ist sehr gut gelaufen“, sagt Veit. Bis Ende März werde der Tourismus „auf ein leichtes Plus hinsteuern“, glaubt er. Hilfreich sind da die bayrischen Faschingsferien in der ersten Märzwoche, die heuer nicht mit den Semesterferien in Österreich zusammenfallen. Auch die niederländische Frühlingsferien-Saison hat erst diese Woche begonnen. Zum Vergleich, im vergangenen Winter gab es landesweit 15,6 Millionen Nächtigungen. Das war fast gleich viel wie im Jahr davor.
Wie sich der gesamte Winter in diesem Jahr entwickelt, gelte es noch abzuwarten, sagt Veit. Dabei hänge auch viel vom April-Wetter ab und wie lange die Skigebiete in Betrieb bleiben. Ostern ist heuer ungewöhnlich spät. „Viele Orte setzen da vielleicht schon auf Wanderer und Radfahrer“, erklärt Veit.
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