Zwischen Drogenbanden
Toter bei erneuter Schießerei in Brüssel
Bei einer erneuten Schießerei zwischen Drogenbanden in Brüssel ist eine Person ums Leben gekommen. Es sei ein „Krieg zwischen Gangs“, die ihre Reviere verteidigen wollen, sagte der Bürgermeister des betroffenen Stadtviertels.
Die Polizei suchte zunächst nach den flüchtigen Tätern. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Freitag. Die Staatsanwaltschaft gab an, dass die Identität des Todesopfers noch unklar sei. Erst in der Nacht auf Donnerstag war bei einer ähnlichen Schießerei mit Schnellfeuerwaffen ein Mann am Bein verletzt worden und musste im Krankenhaus behandelt werden.
Es war bereits die vierte Schießerei innerhalb von nur 48 Stunden, alle ereigneten sich im Viertel Anderlecht unweit des Brüsseler Südbahnhofs. Am Mittwoch hatten zwei Männer mit Schnellfeuergewehren um sich geschossen und waren anschließend in eine Metrostation geflüchtet.
Hier sehen Sie Aufnahmen von einer Schießerei aus Brüssel.
Die Behörden machen rivalisierende Drogenbanden für die Gewalt verantwortlich. Die neue belgische Regierung hatte eine „Null-Toleranz-Politik“ gegen Drogenbanden versprochen. Belgien gilt als eines der Haupteinfallstore für Kokain und andere Drogen in Europa. Der neue königliche Staatsanwalt Julien Moinil hatte Verstärkung für die Polizei gefordert.

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