04.07.2013 12:48 |

Umbau verschoben

Servitenkloster: Flüchtlinge dürfen länger bleiben

Jene Flüchtlinge, die nach ihrem Auszug aus der Votivkirche Anfang März ins Servitenkloster übersiedelt sind, dürfen nun doch länger dort bleiben. Da die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten erst später und nicht schon wie ursprünglich geplant im Juli beginnen, können die derzeitigen Bewohner bis Ende Oktober bleiben. In der Zwischenzeit werden in gemeinsamen Gesprächen jene Pläne im Detail geprüft, wonach das Kloster ab 2014 als Bleibe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eingerichtet werden könnte.

Das Haus in Wien-Alsergrund beherbergt seit Anfang März knapp 60 Asylwerber. Dabei handelt es sich um jene Flüchtlinge, die zuvor bereits in der Votivkirche Zuflucht gefunden hatten.

Caritas: "Sind friedlicher Lösung näher gekommen"
"Auch wenn die Bauarbeiten im Kloster nun um ein paar Monate in weitere Ferne gerückt sind, so sind wir unserem Ziel, eine friedliche Lösung im Kloster zu erzielen, mit dieser Einigung doch ein Stück nähergekommen", zeigte sich Klaus Schwertner, Generalsekretär der Wiener Caritas, in einer Aussendung überzeugt.

Fonds Soziales Wien: "Keiner wird unversorgt vor Tür gesetzt"
"Wir werden die Flüchtlinge in der nun gewonnenen Zeit weiter bei ihrem Auszug aus dem Kloster unterstützen." Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien, stellte fest: "Es entspricht nicht den sozialpolitischen Grundsätzen dieser Stadt, Flüchtlinge unversorgt vor die Tür zu setzen. Caritas und FSW haben das von Beginn an betont, und dabei bleibt es."

In den vergangenen Wochen hatten sich einzelne Flüchtlinge bereits zu einem Umzug in andere Häuser entschlossen. "Wir gehen davon aus, dass weitere Flüchtlinge diesem Beispiel folgen werden", erklärte Schwertner. Er verwies darauf, dass die Situation für diese Menschen nicht einfach sei, weil einige von ihnen akut von einer Abschiebung in ihr Herkunftsland bedroht seien.

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