Statt in der Skybar hoch über der Stadt Salzburg besprachen die Landesspitzen ihre Pläne für das kommende Jahr und das Millionenloch im Seminarraum mit Bodenhaftung.
„Fast wie in Wien“ ist für Marlene Svazek der Medienauflauf vor der Klausur der Landesregierung im Hotel Cool Mama in Salzburg. Die FPÖ-Chefin kennt diese Auftritte als Koalitionsverhandlerin in der Bundeshauptstadt mittlerweile. Lust auf ein Ministeramt in Wien kommt dennoch keine auf. Entgegen anderslautender Gerüchte bekräftigte ihr Büro am Dienstag noch einmal, dass Svazek fix in Salzburg bleibt. Da gibt es ohnehin genug zu tun.
Der Landeshauptmann kam zu seiner letzten Regierungsklausur pünktlichst um 8.59 Uhr. Die übrige Regierung kam schon vorher bei bester Stimmung in den Seminarraum des Autobahn-Hotels. Am frühesten war Ex-Kronprinz und Jung-Papa Stefan Schnöll da. Getagt hat die Landesregierung im Erdgeschoß. Die Skybar mit Weitblick blieb den Hotelgästen vorbehalten. Bei den zahlreichen Baustellen kann viel Bodenhaftung nicht schaden.
Bei der Klausur sprachen die Landesspitzen neben einem Rückblick auf das bereits Geleistete über ihre Pläne für das kommende Jahr und die Neu-Aufteilung der Ressorts. Svazek soll wie berichtet den Arbeitsmarkt bekommen. Wirtschaft und die Gemeinden gehen ÖVP-intern von Landes-Vize Stefan Schnöll an die kommende Landeshauptfrau Karoline Edtstadler. Die Finanzen könnten zu Agrar-Landesrat Josef Schwaiger wandern.
Zum Ausklang gab es Fußball der Königsklasse
Trotz neuer Wohnbauförderung sind die Wohnungspreise noch auf Rekordniveau. Hier will Landesrat Martin Zauner mit Maßnahmen in der Raumordnung und im Baurecht gegensteuern. Svazek möchte – je nach politischem Standpunkt – Wahlfreiheit oder Herdprämie in der Kinderbetreuung umsetzen.
Die Finanzierung wird angesichts eines Budgetlochs von knapp 500 Millionen Euro sehr sportlich. Haslauer setzte nicht umsonst auch den Punkt „Budgetthemen“ auf die Tagesordnung. Am Abend ließ die Landesregierung dann die trockene Politik hinter sich. Am Plan stand ein Besuch im Stadion Klessheim, um den Champions-League-Kickern von der Skybox des Landes aus auf die Beine zu schauen.
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