In mehreren Linzer Schulen fehlen plötzlich die christlichen Symbole an den Wänden, was für hitzige Diskussionen sorgt. FP-Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Michael Raml sieht darin eine „Kapitulation vor der woken Minderheit“ und fordert Konsequenzen.
Kruzifix, wo sind denn die Kreuze?“, haben sich wohl so manche Eltern, Lehrer und Schüler kürzlich gedacht, bevor sie FP-Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Michael Raml darüber informiert haben, dass in einigen Klassenzimmern plötzlich das christliche Symbol an der Wand fehlt.
„Prammer muss Einhaltung der Gesetze sicherstellen“
Anlässlich der Nutzung von Räumlichkeiten in Pflichtschulen im ersten Wahlgang zur Bürgermeisterwahl als Wahllokale haben sich diese Meldungen mehrfach bestätigt, unter anderem in der MS 23 in Ebelsberg, der MS 10 Löwenfeldschule, der Hüttner-Schule (MS 26), sowie der VS 35, Siemens- und der Mozartschule (VS 4). Der Freiheitliche fordert deshalb erbost: „Wir dürfen unsere Werte keinesfalls auf dem Altar einer kleinen, woken Minderheit opfern. Der für das Schulwesen zuständige SPÖ-Bürgermeisterkandidat Dietmar Prammer muss umgehend die Einhaltung geltender Gesetze sicherstellen.“
In Oberösterreich gilt Mehrzahl-Regelung nicht
Dass Kreuze in Schulen hängen, ist im Religionsunterrichtsgesetz von 1992 geregelt. Das schreibt vor, in allen Schulen, in denen die Mehrzahl der Schüler Christen sind, in jedem Klassenzimmer ein Kreuz anzubringen. Jedoch nicht bei Pflichtschulen in Bundesländer-Zuständigkeit. Bei uns in Oberösterreich ist – wie auch in Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Burgenland – ein Kreuz in jedem Klassenzimmer vorgesehen, ungeachtet dem religiösen Bekenntnis der Kinder.“
Das Kreuz steht für Nächstenliebe und Hoffnung und muss als Symbol unserer Religion ebenso erhalten bleiben wie unser Brauchtum. Unsere Werte sind nicht verhandelbar.
Michael Raml, Linzer FP-Stadtrat und Bürgermeisterkandidat
„Wir gehen dem umgehend nach“
Auf „Krone“-Anfrage wollte sich Dietmar Prammer gestern auf keine Diskussion einlassen, meinte: „Wir gehen dem ganzen natürlich nach. Wenn in Klassenzimmern, warum auch immer, Kreuze fehlen sollten, werden wir dort wieder welche aufhängen lassen.“
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