Der Umbau des alten Amtshauses der Saline in Hallstatt lässt weiter auf sich warten. Die Prüfung, ob ein UVP-Verfahren im Zusammenhang mit dem Weltkulturerbe notwendig ist, zog sich zuletzt sieben Monate lang. Nun stellt ein negatives Gutachten des Naturschutzes eine weitere hohe Hürde dar.
Weiter warten“, heißt es in Hallstatt auf den Umbau des ehemaligen Amtshauses. Wie berichtet, hat es die Gemeinde 2014 an Investor Siegmund Kahlbacher um 740.000 Euro verkauft. Dieser verlor aber nach wenigen Jahren die Lust auf den Umbau in ein Hotel. Die Grandhotel GIV Immobilienverwaltungs GmbH aus Wien sicherte sich das denkmalgeschützte Gebäude.
Kein UVP-Verfahren notwendig
Trotz positiver Bau- und Gewerbeverhandlungen wird aber noch immer nicht gebaut. Bürgermeister Alexander Scheutz spart nicht mit Kritik an den Behörden: „Zuletzt hat eine im Vorjahr vom Umweltanwalt initiierte Prüfung, ob ein Verfahren über die Umweltverträglichkeit im Sinne des Weltkulturerbes notwendig ist, sieben Monate gedauert. Sie ist nicht erforderlich. Eigentlich hat das Land schon 2019 im Zuge des Widmungsverfahrens festgestellt, dass keine UVP notwendig ist, aber damals war das Weltkulturerbe noch kein Kriterium.“
Besteht öffentliches Interesse?
Eine weitere Hürde ist ein negatives Gutachten der Naturschutzabteilung. Das Projekt in Seeufernähe sei zu wuchtig und zu groß. Scheutz: „Gebäudehöhe, Geschoßigkeit und Form des Bauvorhabens entsprechen aber genau den Vorgaben des Bebauungsplans und damit den Zielen der Gemeinde für die Entwicklung des Standortes.“
Gang vor Gericht möglich
Der Ortschef hat dennoch die Hoffnung auf ein grünes Licht nicht aufgegeben. Dafür müsste der Bezirkshauptmann dem Projekt ein öffentliches Interesse anerkennen. „Tut er das nicht, werden die Projektwerber wohl vor das Landesverwaltungsgericht ziehen.“
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