Aufgeheizte Stimmung
Panama: Demonstranten verbrennen Trump-Puppe
Am Donnerstag haben Hunderte Menschen in Panama-Stadt der tödlichen Proteste im Jahr 1964 gedacht. Damals kämpfte das mittelamerikanische Land um seine Unabhängigkeit von den USA. Wegen der Drohung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump, den Panamakanal wieder in US-Hände zurückzuholen, erfolgte das Gedenken in einer sehr aufgeheizten Stimmung statt. Viele Demonstranten machten deutlich, was sie von Trump halten.
Während des Marsches zum nationalen Tag der Märtyrer wurde eine Figur, die den designierten US-Präsidenten Donald Trump darstellte, durch die Straßen geschleppt und in Brand gesetzt.
Präsident: „Kanal ist und bleibt panamaisch“
Trump, der am 20. Jänner wieder ins Weiße Haus einziehen wird, hatte damit gedroht, die Kontrolle über den Panamakanal zurückzufordern, sollten die USA bei den Durchfahrtgebühren nicht bevorzugt behandelt werden. Bei der offiziellen Gedenkveranstaltung wies Panamas Präsident José Raúl Mulino Trumps Ansprüche erneut zurück: „Der Kanal ist und bleibt panamaisch“, sagte der Staatschef.
Kanal seit 1999 vollständig unter Panamas Kontrolle
Am 9. Jänner 1964 waren in Panama Unruhen gegen die damalige Kontrolle der Vereinigten Staaten über das Kanalgebiet ausgebrochen. Zuvor hatten Studenten vergeblich versucht, eine panamaische Flagge in einer dort ansässigen Schule zu hissen. In den folgenden Tagen kam es zu heftigen Auseinandersetzungen. Auch mindestens drei US-Soldaten kamen ums Leben.
Panama erlangte die Souveränität erst viele Jahre später. Der Panamakanal – eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt – wurde im frühen 20. Jahrhundert von den USA gebaut und lange kontrolliert, bevor die Verwaltung schrittweise an Panama überging. Seit 1999 wird die Wasserstraße ausschließlich von Panama verwaltet.











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