Im Spital gestorben
Sechstes Todesopfer nach Anschlag in Magdeburg
Die Zahl der Todesopfer nach dem Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt ist gestiegen: Eine Frau erlag nun ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus. Die 52-Jährige ist das sechste Todesopfer.
Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg erklärte, die Frau sei an den Folgen des Anschlags verstorben.
Kurz vor Weihnachten war ein 50-Jähriger mit einem Auto über den Magdeburger Weihnachtsmarkt gerast. Dabei wurden inklusive der nun verstorbenen Frau sechs Menschen getötet und knapp 300 Personen verletzt. Ums Leben kamen ein neunjähriger Bub sowie fünf Frauen zwischen 45 und 75 Jahren. Der Arzt aus Saudi-Arabien sitzt in Untersuchungshaft.
Verdächtiger verlegt
Er wurde jetzt von der Justizvollzugsanstalt Burg nach Dresden verlegt. „Die Verlegung erfolgte aus Sicherheitsgründen auf dem Luftweg und wurde von Kräften der Landespolizei Sachsen-Anhalt sowie den Sicherheitsbehörden des Freistaats Sachsen unterstützt. Besondere Vorkommnisse waren nicht zu verzeichnen“, sagte ein Sprecher des Justizministeriums.
Die Verlegung hatte unter anderem damit zu tun, dass der Mann selbst im Maßregelvollzug arbeitete. Damit soll Nähe zu Menschen, mit denen er früher dienstlich zu tun hatte, vermieden werden. Der 50-Jährige kam nun in einen besonders gesicherten Haftraum.
Gutachten in Arbeit
Derzeit wird ein Gutachten erstellt, ob und wie der mutmaßliche Attentäter psychisch erkrankt ist. Aufgearbeitet werden sollen auch das Einsatzkonzept der Polizei und das Sicherheitskonzept des Weihnachtsmarkts. So waren beispielsweise Flucht- und Rettungswege nicht mit Stahlketten gesichert.









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