Bruchlandung in Muan

Fast alle Identitäten der Todesopfer geklärt

Ausland
31.12.2024 12:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem verheerenden Flugzeugunglück in Südkorea sind 174 der 179 Todesopfer identifiziert. Erste Leichen hätten die Behörden bereits ihren Familien überstellt, hieß es am Dienstag. Lediglich zwei Crew-Mitglieder überlebten die Bruchlandung am Sonntag.

Wie berichtet, war am Sonntagmorgen (Ortszeit) eine Boeing der südkoreanischen Billigfluglinie Jeju Air ohne ausgeklapptes Fahrwerk in Muan gelandet und über die Landebahn hinaus geschlittert. An einer Mauer zerschellte die Maschine und ging in Flammen auf. Als Unfallursache vermuten die Behörden einen Vogelschlag kurz vor der Landung (siehe Video oben). Unklar ist aber bisher, wie der Zusammenstoß mit Vögeln das Fahrwerk beschädigen konnte.

Derzeit steht eine Mauer im Fokus, die etwa 250 Meter hinter der betroffenen Landebahn liegt. Fachleute gehen davon aus, dass die Konstruktion nicht internationalen Standards entspricht. Dort war ein Antennensystem angebracht, das für die Landung notwendig ist. Die Betonmauer rund um die Installation hätte nicht gebaut werden müssen, sagte ein Pilot. Das Verkehrsministerium teilte mit, dass andere Flughäfen in Südkorea eine ähnliche Betonkonstruktion hätten. Vom Flughafen hieß es, dass eine Erhöhung notwendig gewesen sei, damit das System funktioniere.

Das Wrack der Boeing nach der Bruchlandung
Das Wrack der Boeing nach der Bruchlandung(Bild: AFP/APA/Yonhap)
Die Start- und Landebahn wurde vorerst bis zum 7. Jänner gesperrt.
Die Start- und Landebahn wurde vorerst bis zum 7. Jänner gesperrt.(Bild: AFP/APA/Yonhap)
Bis dahin soll die Unfallstelle weiter untersucht werden.
Bis dahin soll die Unfallstelle weiter untersucht werden.(Bild: AFP/APA/Yonhap)

Start- und Landebahn gesperrt
Um die Unfallstelle weiter untersuchen zu können, wurden die Start- und Landebahn des Flughafens Muan vorerst bis zum 7. Jänner gesperrt. Vor Ort sind koreanische Fachleute sowie Vertretungen des US-Flugzeugbauers Boeing und der US-Behörde NTSB. Überprüft werden unter anderem die Wartungsaufzeichnungen aller Maschinen nationaler Airlines vom Typ Boeing 737-800 sowie die beiden Flugschreiber der Unglücksmaschine. Da der Flugschreiber mit den Daten beschädigt wurde, dürfte es noch etwas dauern, bis Ergebnisse vorliegen.

Es ist das bisher verheerendste Flugzeugunglück auf südkoreanischem Boden. 179 Menschen kamen ums Leben. Die meisten von ihnen hatten die südkoreanische Staatsbürgerschaft, zwei die thailändische.

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