Wegen Betrug und Veruntreuung steht der einheimische Ex-Fußballprofi Stefan Stangl bald vor Gericht. Der Kicker, der für mehrere Vereine der höchsten Spielklasse tätig war und zu seiner Glanzzeit ins Nationalteam einberufen wurde, ist wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs und Veruntreuung angeklagt worden.
Das bestätigte der Sprecher des Wiener Landesgerichts, Christoph Zonsics-Kral, am Freitag. Gegen den 33-jährigen Ex-Kicker dürfte demnach im Jänner verhandelt werden.
Seit September in U-Haft
Der Ex-Kicker befindet sich seit September in Wien in U-Haft, nachdem er in Deutschland festgenommen und ausgeliefert wurde. Die Staatsanwaltschaft Wien wirft ihm eine Reihe strafbarer Handlungen mit einer Schadenssumme von über 240.000 Euro vor. Begangen soll er diese in Wien, an anderen Orten im Bundesgebiet und in Deutschland haben, und zwar vorwiegend im Jahr 2023. Für den Ex-Profi gilt die Unschuldsvermutung.
Stangl hatte im Vorjahr seine aktive Karriere bei einem Unterklasse-Verein beendet. Er weist bereits eine einschlägige Vorstrafe auf – eine wegen Betrugs vom Landesgericht Korneuburg über ihn verhängte bedingte Haftstrafe wurde in der Instanz bestätigt. Nach seiner ersten Gerichtsverhandlung tauchte der 33-Jährige unter und kam den ihm erteilten Auflagen nicht nach. Die Staatsanwaltschaft Wien erließ schließlich einen Haftbefehl, der Mann wurde Ende Juli 2024 in Deutschland festgenommen und in weiterer Folge der heimischen Justiz übergeben.
Bereits einschlägig vorbestraft
Der Ex-Kicker soll seit dem Vorjahr Personen, die er zumindest teilweise aus seiner Tätigkeit als Profisportler kannte, mit der Vorgabe lukrativer Investitionen in Kryptowährungen übers Ohr gehauen haben. Er soll sich auch Darlehen für den angeblichen Ankauf von Luxusuhren ausgeborgt, das Geld aber nicht zurückbezahlt haben.
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