Neunmal hatten die Zeller Eisbären seit Ligagründung 2016 die Reise zu den Rittner Buam angetreten, hatte es stets Niederlagen mit mindestens minus zwei Toren gesetzt – bis Donnerstag! Obwohl die Pinzgauer ersatzgeschwächt nach Südtirol fuhren, feierten sie im zehnten Anlauf in Klobenstein endlich den ersten Erfolg.
Die Aufgabe zum Start des Südtirol-Doppels (Samstag gastiert man in Gröden) hatte es für den Zuschauer-Magneten aus dem Pinzgau in sich. Erstens reisten die Rodman-Boys ohne die verletzten Lahoda, Pallierer und Artner sowie die erkrankten Jennes, Fechtig und Schultes an. Zweitens hatten die Bergstädter seit Einführung der AHL noch nie beim zweifachen Champion Ritten gewonnen.
Bedenkliche Kulisse
Unwürdig: Obwohl der aktuell auf Platz zwei liegende Meister den Leader empfing, verirrten sich nur 352 Fans in die Ritten-Arena – der drittniedrigste Saisonwert der Südtiroler. Der wohl auch dem kuriosen Los geschuldet ist, demgemäß der Hausherr im 19. Auftritt zum bereits 13. Mal auf eigenem Eis ran musste. Bis Februar gibt‘s dafür dann nur mehr fünf Heimmatches für den Titelträger.
Entscheidung nach Penalties
Im Vorfeld hatte Eisbär Philip Putnik gefordert, die dezimierte Mannschaft müsse zusammenrücken, sich an den Matchplan halten und ihre Chancen verwerten. Just er war es dann auch höchstselbst, der im Mittelabschnitt die Heimischen-Führung (26.) durch einen von Giacomuzzi abgefälschten Soracreppa-Schuss egalisierte. Der so zuverlässige Rückkehrer Furlong im Tor konnte Lindners Schuss nicht bändigen, Putnik staubte noch in der Luft ab (34.). Glück für Zell im Schlussabschnitt: Öhler fälschte einen Hjorth-Hammer unhaltbar ab, doch die Unparteiischen verweigerten dem Goal wegen hohen Stocks die Anerkennung.
Zwölfter Sieg im 14. Spiel, Platz eins verteidigt
Da sich danach nichts mehr tat, ging es bis ins Penaltyschießen. Und dort verwerteten die Gäste zwei ihrer Versuche, die Südtiroler nur einen. Robin Johansson – zuletzt noch von einem Pucktreffer im Gesicht gebremst - bannte den Ritten-Fluch mit seinem Tor im zehnten Anlauf in Klobenstein! Damit bleiben die Salzburger auch zumindest bis Samstag Tabellenführer, feierten den zwölften Erfolg in den jüngsten 14 Spielen. Verteidiger Maximilian Egger resümierte: „Das ist eine Leistung, auf die können wir sehr stolz sein. Wir haben das als Team geschafft, überragende Tormannleistung auch von Max Zimmermann. Wir müssen einfach genauso weitermachen, wie wir heute gespielt haben, dann sind wir sehr, sehr schwer zu schlagen.“
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