Wie gelingt es, die Komplikationsraten zu reduzieren und die Zahl der OP-Aufenthalte zu reduzieren, was wiederum das Gesundheitssystem entlastet? Mit dieser Frage beschäftigen sich auch die Forscher am Institut für Chemie der Polymere an der Kepler-Uni in Linz. Sie entwickelten Biomaterialien, die zur Herstellung synthetischer Knochen verwendet werden.
„Die Materialien werden aus natürlichen Substanzen, wie sie auch im menschlichen Knochen vorkommen, hergestellt. Sie können mithilfe von 3D-Druck an den Defekt und für jeden Patienten spezifisch angepasst werden und bleiben nicht im Körper, sondern werden über die Zeit abgebaut“, erklärte Eleni Priglinger vom Med-Campus der Johannes Kepler Universität bei der Verleihung des Landespreises für Innovation für die „synthetischen Knochen“ aus Linz.
„Wir nehmen Aminosäuren und modifizieren sie chemisch im Labor, damit sie so leicht wie Kunststoff zu bearbeiten sind“, ergänzte Ian Teasdale vom Institut für Chemie der Polymere, das im TNF-Turm am Campus der JKU untergebracht ist.
Hier im siebenten Stock dreht sich alles um die Forschung im Bereich der Polymerchemie – und um die Entwicklung von synthetischen Knochen. Nach intensiver Forschungsarbeit ist es gelungen, bioabbaubare Materialien zu erzeugen, die zur Behandlung von Knochendefekten eingesetzt werden.
„Bei der Entwicklung ließen wir uns gezielt von der Natur inspirieren“, verrät Teasdale. Priglinger ist sicher: „Es wird das Leben der Patienten verändern.“ Niedrigere Komplikationsraten und weniger OP-Aufenthalte sollen Patienten und Gesundheitssystem entlasten.
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