Bei der Post und bei den Paketdiensten ist jetzt Hochsaison. Rund 25.000 Pakete mehr pro Tag als im Rest des Jahres werden im Dezember transportiert, an Spitzentagen können es noch deutlich mehr sein. Wie die Zusteller den massiv erhöhten Aufwand dennoch bewältigen, weiß die „Krone“.
Die Tage werden länger, die Arbeit stressiger, und wir machen trotz saisonaler Verstärkung mehrere Sechs-Tage-Wochen“, berichtet ein Paketzusteller der Post, der anonym bleiben will. „Aber auch nach Weihnachten können wir noch nicht durchatmen, denn da werden die Gutscheine eingelöst. Ein Normalbetrieb kehrt meist erst im Jänner ein.“
180 Extra-Mitarbeiter
Allein in Oberösterreich sind im Advent und danach 180 Mitarbeiter zusätzlich als „Christkinder“ im Einsatz. In den Filialen werden das Personal aufgestockt und die Öffnungszeiten verlängert, um dem Ansturm Herr zu werden: „Werden ansonsten 120.000 Pakete täglich geliefert, erwarten wir im Dezember im Schnitt 155.000 Sendungen pro Tag – um fünf Prozent mehr als im Vorjahr“, sagt Post-Sprecherin Veronika Rebentisch. An Spitzentagen können es noch deutlich mehr sein.
Auch für doppelte Menge gerüstet
„Bei uns kann es schon vorkommen, dass wir an manchen Tagen die doppelte Menge Packerl pro Kopf haben“, so Alexander Hirsch, stv. Standortleiter der Zustellbasis 4040 Linz. „Wenn dann noch jemand krankheitsbedingt ausfällt oder ein Auto kaputt wird, kann es schon eng werden.“ Generell sei die Post aber durch einen intensiven Ausbau der Paket-Infrastruktur und Sortierkapazität für die enormen Paketmengen gut gerüstet.
Natürlich haben auch wir eine Weihnachtsfeier – allerdings erst nach Weihnachten, wenn wieder Normalbetrieb eingekehrt ist.

Alexander Hirsch, stv. Standortleiter der Zustellbasis 4040 Linz
Bild: Horst Einöder/Flashpictures
Was sind da ein paar lange Wochen?
Dennoch hängt sich die zusätzliche „Fußarbeit“ an: „Ich hab’ heute etwa 300 Pakete, die ich an 120 bis 140 Innenstadtadressen liefern muss. Bis zu 30 Kilo können die Sendungen wiegen, und nicht jedes Haus hat einen Lift“, gibt der Zusteller zu bedenken. „Die Kollegen jammern manchmal, aber im Licht der aktuellen Ereignisse sind wir alle froh über unseren sicheren Job – was sind da schon ein paar lange Wochen. Dazu werden die Überstunden gut vergütet.“
Die echten „Christkinder“ feiern später
Erst wenn die Hochsaison vorbei ist, gibt es für die „Christkindln in Gelb“ eine Betriebsweihnachtsfeier: „Die haben wir uns redlich verdient“, schmunzelt Hirsch.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.