ÖBB und Stadt Bregenz haben sich in Sachen Bahnhofs-Ausbau geeinigt. Befürchtet wurde, dass die Pipeline durch die Pläne angetastet werden könnte. Diese Befürchtungen stellen sich nun als unbegründet heraus.
Eine win-win-Situation ist das Ergebnis von Verhandlungen zwischen der Stadt Bregenz und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in Sachen Bahnhofsausbau in der Landeshauptstadt. Sowohl ÖBB-CEO Andreas Matthä als auch Bregenz-Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ) zeigten sich am Donnerstag höchst zufrieden mit dem Verlauf der gemeinsamen Gespräche.
„Das vereinbarte Bahnkonzept ist nicht nur ein Meilenstein für die Verkehrsinfrastruktur in Bregenz, sondern auch ein klares Signal dafür, dass wir die Anliegen der Bregenzer:innen ernst nehmen,“ erklärte Ritsch. Doch wie sieht das neue Bahnkonzept für die Landeshauptstadt nun konkret aus?
Pipeline bleibt unangetastet
Um den steigenden Anforderungen im Bahnverkehr nachkommen zu können, ist eine Verlängerung von Bahnsteig und Wendegleis in Bregenz Hafen notwendig. Der Bahnhof dient als Start- und Endpunkt für viele S-Bahn-Verbindungen. Der von den ÖBB präsentierte Lösungsansatz sieht nun vor, dass die Gleisverlängerung keine Auswirkung auf die Pipeline hat. „Dies war der ausdrückliche Wunsch der Verantwortlichen der Stadt, welchem die ÖBB in ihren Planungen nachgekommen sind. Bahnsteig und Wendegleis sollen in dieser Variante in Richtung Bahnhof Bregenz verlängert werden,“ erklärte Matthä am Donnerstag zu den Umbauplänen.
Zudem soll das teils lange Warten von Fußgängern und Radlern vor den Bahnschranken ein Ende haben – und zwar durch den Bau einer breiten Unterführung beim Lokal „Pier69“ und einer neuen Liftanlage. Eine Unterführung für Radler und Fußgänger soll auch das Bahnkreuz in der Vorklostergasse ersetzen. Auch dort kam es regelmäßig zu überlangen Wartezeiten.
Weniger Bahnkreuze geplant
Die ÖBB verfolgen grundsätzlich die Strategie, die Zahl der Eisenbahnkreuzungen im Netz zu reduzieren und können sich in Verbindung mit einem eindeutigen Signal aus der Region vorstellen, das Vorhaben weiter zu vertiefen. Dieses Signal komme laut Bürgermeister Michael Ritsch eindeutig aus der Bevölkerung, weshalb nun weitere Planungen in diese Richtung angestrebt werden, wie die ÖBB informierten.
Und schließlich kam es auch zu einer Einigung, wie es nun mit dem bestehenden Hauptbahnhof weitergehen soll. Wie berichtet, soll die baufällige Immobilie durch ein neues Bahnhofsgebäude ersetzt werden. Bis dieses realisiert ist, wird ein Provisorium als Ersatz dienen müssen. Dieses soll noch 2025 gebaut werden – inklusive funktionierender Rolltreppen und Lifte. Die ÖBB erklärten dazu, dass die Rolltreppen noch vor den Festspielen in Betrieb gehen sollen.
Festhalten an Unterflurlösung
Damit scheint ein erstes Happy End am düsteren Bahnhofskapitel der Landeshauptstadt gesichert. Die notwendigen Beschlussvorlagen und Verträge befinden sich derzeit in Ausarbeitung. Abschließend betonte Ritsch, dass man in „gewohnter Konsequenz“ an der Unterflurlösung für den Bahnausbau in der Region festhalten werde – vielleicht kommt ja auch da noch ein Happy End auf die Vorarlberger zu.
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