Die Gemeinde Saalbach-Hinterglemm will rund um die alpine Ski-Weltmeisterschaft Werbe-Schmarotzer stoppen – und setzt drastische jetzt Maßnahmen. Es drohen empfindliche Strafen. . .
Die Verordnung trägt den schlichten Namen „Verbotene Werbung“ und ist auf der Webseite der Gemeinde Saalbach-Hinterglemm abrufbar. Das knapp zweiseitige Dokument hat es in sich! Während der alpinen Ski-WM ist demnach sämtliche Werbung auf Privatgrund streng verboten.
Laut der Verordnung – sie wurde in der Gemeindevertretung einstimmig beschlossen – ist vom 10. Dezember bis zum 17. Februar 2025 die „Errichtung, Aufstellung. Änderung, Erweiterung und sonstige Zurschaustellung von Werbe- und Ankündigungseinrichtungen jeglicher Art [...] auf allen im Gemeindegebiet gelegenen privaten Flächen verboten.“ Ausgenommen hiervon sind nur der Österreichische Skiverband (ÖSV) sowie deren Vertragspartner und Sponsoren. Werbesündern drohen Strafen – laut Verordnung können bis zu 1000 Euro fällig werden.
Werbe-Kontrolleure dürfen in Wohnungen
Die Gemeinde will offenbar während der Ski-WM auch Kontrolleure ausschicken. Laut Verordnung müssen diese bei etwaigen „Missständen“ auch in Wohnungen eingelassen werden. Der „Zutritt ist zu ermöglichen“, heißt es in der Verordnung wörtlich. Wozu das Ganze? Die Gemeinde will damit einen Wildwuchs von Werbung im Ort während der Ski-WM bestmöglich verbieten. Man wolle verhindern, dass Firmen „die mediale Aufmerksamkeit dieses Großereignisses“ zum Nulltarif ausnutzen.
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