Malen, übermalen – Anselm Glück hat einen einzigartigen Stil, der ihn bis über die Grenzen Österreichs bekannt macht. Die Galerie in der Schmiede in Pasching/Oberösterreich widmet ihm eine Schau. Zu sehen sind teils seltene Werke des bekannten Malers und Landeskulturpreisträgers
Der Maler und Schriftsteller Anselm Glück (74) gehört zu jenen Künstlern, die sich in der Öffentlichkeit „rar machen“, wie man gemeinhin sagt. Nur selten tritt der gebürtige Linzer, der in Wien lebt, in Erscheinung. Am liebsten, so Glück, lebe und arbeite er in angemessener Entfernung von der Welt.
Distanz und Nähe ist auch das Thema, das ihn zu einem einzigartigen Malstil führte: Zuerst wird die Leinwand mit gestischen Strichen „grundiert“, daraus entwickelt Glück poetische Bildwelten.
Seit vielen Jahren stark nachgefragt
Es sind kindlich anmutende Figuren, Köpfe oder Gesichter, die aus einzelnen nahen oder fernen Bildebenen hervortreten – alles ist in ansprechenden Farben gehalten. Die „intensive Verfahrensweise“ hat Glück zu einem der wichtigsten Künstler Österreichs gemacht, seine Werke sind am Markt stark nachgefragt.
Die Bühne als Versteck
In der Galerie in der Schmiede in Pasching, nahe Linz, ist ein ganz neuer Werkzyklus zu sehen. Als Ausstellungstitel hat Glück, der im Vorjahr den großen Landeskulturpreis bekam, „Die Bühne als Versteck“ gewählt, so heißt übrigens auch sein neuestes Buch mit poetischen Miniaturen.
Am ersten und zweiten Adventsamstag hat die Galerie von 10 bis 16 Uhr offen (Finissage: 20. 12).
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